Al-Nusra-Miliz eroberte Armeebasis im Nordwesten Syriens

27. April 2015, 12:10
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Jihadisten rücken auf Assad-treue Provinz Latakia vor

Damaskus – Die Al-Nusra-Front und mit ihr verbündete islamistische Rebellengruppen haben nach Angaben von Aktivisten am Montag im Nordwesten Syriens einen Stützpunkt der Regierungstruppen eingenommen. Den Rebellen seien dabei in der Armeebasis Al-Karmid in der Provinz Idlib Armeepanzer und schwere Artillerie in die Hände gefallen, sagte am Montag der Leiter der ysrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman.

Ein Selbstmordattentäter des Al-Kaida-Ablegers Nusra-Front habe einen mit zwei Tonnen Sprengstoff beladenen Wagen an einem Eingang zur Explosion gebracht und damit den Kämpfern Zugang verschafft, teilte ein Rebellenführer am Montag per Skype mit. In syrischen Staatsmedien war von heftigen Kämpfen mit Luftangriffen auf die Rebellen in der Region die Rede, allerdings nicht vom Fall der Stützpunktes.

Erst am Samstag hatte die Al-Nusra-Front die Eroberung der strategisch wichtigen Stadt Jisr al-Shughur in Idlib gemeldet. Dorthin hatten sich die Regierungstruppen zurückgezogen, nach dem die Jihadisten im März bereits die Provinzhauptstadt Idlib eingenommen hatten. Bekannt ist Jisr Al-Shughur für eine Rebellion gegen Präsidenten Bashar al-Assads Vater Hafes 1980. Der Aufstand wurde niedergeschlagen. (APA, 27.4.2015)

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