"uBeam": Ultraschall soll drahtloses Aufladen revolutionieren

27. April 2015, 11:59
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Soll Reichweitenproblem lösen - zahlreiche große Investoren offenbar an junger Technologie interessiert

Das drahtlose Aufladen von mobilen Geräten ist an und für sich nichts neues. Zahlreiche Smartphones unterstützden dieses Feature bereits. Während auf diesem Wege das Laden etwas komfortabler wird und die microUSB-Ports geschont werden, hat das genutzte, induktionsbasierte Verfahren aber auch Nachteile.

So erfolgt die Aufladung des Akkus wesentlich langsamer als bei einer Steckerverbindung. Und die Reichweite ist sehr gering, sodass es erforderlich ist, das jeweilige Gerät auf eine Ladestation zu legen. Letzteres Problem verspricht eine Technologie von uBeam zu lösen. Dort hat man ein auf Ultraschall basierendes Ladeverfahren entwickelt.

"Schwunghaftes" Aufladen

Entstanden ist uBeam bereits vor vier Jahren an der University of Pennysylvania. Erdacht wurde es von der damals 22-jährigen Studentin Meredith Perry, die heute das Unternehmen leitet. Das Prinzip, so berichtete damals Pressetext, setzt auf Piezokristalle. Ein Sender bringt per Ultraschall die Luft zum Schwingen und setzt die Kristalle im Empfänger dabei in Bewegung. Dies erzeugt elektrische Spannung.

Die Effizienz lässt sich steigern, indem die Sender in der Lage sind, Geräte gezielt mit Schallwellen zu "beschießen".. Passend dazu entwickelte die Firma auch Hüllen, um Smartphones auf diesem Wege zu laden. Die Reichweite liegt aktuell bei maximal 15 Fuß (rund 4,6 Meter), könnte aber noch verbessert werden. Bis die Erfindung wirklich marktreif ist, sind aber noch einige Hürden zu nehmen.

Großes Interesse

Mittlerweile scheint das Verfahren aber einen Reifegrad erreicht zu haben, der auch namhafte Investoren von seinem Zukunftspotenzial überzeugt. Wie Techcrunch unter Verweis auf Brancheninsider berichtet, buhlen mittlerweile einige Geldgeber um Exklusiv-Deals mit uBeam. Starbucks könnte schon bald zu einem strategischen Investor werden, im Gespräch sind offenbar auch Virgin , die Hotelkette Starwood und große Fastfoodketten.

Es scheint ein Wettlauf darum entstanden zu sein, wer zuerst ultraschallbasierte Lademöglichkeiten in eigenen Retail-Standorten anbieten wird. Es soll auch Gespräche mit Hardwareherstellern wie Samsung und Apple geben. In Zukunft könnte uBeam auch ein interessanter Übernahmekandidat für diese werden, merkt Techcrunch an, zumal das Unternehmen und Meredith Perry über einige interessante Patente verfügen. (gpi, 27.04.2015)

  • Konzeptgrafik: So könnten uBeam-Sender einmal aussehen.
    foto: ubeam

    Konzeptgrafik: So könnten uBeam-Sender einmal aussehen.

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