"Wir müssen jetzt intern Klartext sprechen"

25. April 2015, 20:08
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  • Altach - Austria

Damir Canadi (Altach-Trainer): "Ich bin sehr zufrieden, wir haben verdient gewonnen. Wir haben nur eineinhalb Chancen zugelassen und selbst einige herausgespielt, auch in punkto Ballbesitz waren wir gut."

Felix Roth (Altach-Torschütze): "Es war ein verdienter Sieg, wir haben eine gute Leistung gebracht. Die Austria hatte fast keine Torchance. In der zweiten Hälfte wollten wie sie auskontern, das ist nicht ganz so gut gelungen, aber hinten sind wir stabil gestanden."

Andreas Ogris (Austria-Trainer): "Ich bin enttäuscht über unsere Leistung. Ich kann im Moment gar nicht in Worte fassen, was in mir vorgeht. Was wir heute geboten haben, war einer Austria nicht würdig. Wir müssen jetzt intern Klartext sprechen. So leidenschaftlos wie wir aufgetreten sind, brauchen wir über einen Europacup-Start gar nicht nachzudenken, denn da bekommen wir überall in Europa die Hucke voll. Natürlich bin ich in der Pause laut geworden und habe versucht, die Mannschaft aufzurütteln. Die Streicheleinheiten sind vorbei. Mit dem Streichelkurs sind wir nicht weit gekommen, jetzt werden wir etwas anderes probieren. Ich will nicht über einzelne Spieler herziehen. Wir haben uns als Mannschaft unterirdisch präsentiert und müssen froh sein, nicht höher verloren zu haben."

  • Salzburg - Ried

Adi Hütter (Trainer Salzburg): "Es war ein schmutziger, dreckiger Sieg. Nach 15 Minuten haben wir Zugriff auf das Spiel bekommen und zwei schöne Tore erzielt. Wir konnten leider die Leistung in die zweite Halbzeit nicht mehr mitnehmen. Da hatten wir überhaupt keinen Zugriff. Vor allem haben wir es nicht geschafft, einen ordentlichen Konter zu spielen, das hat mich sehr geärgert. Uns hat heute auch ein wenig die Frische gefehlt. Es waren in dieser Phase der Meisterschaft drei wichtige Punkte."

Jonatan Soriano (Torschütze Salzburg): "Das war heute ein sehr schwieriges Spiel, wir haben alles gegeben. In dieser Phase der Meisterschaft sind es drei sehr wichtige Punkte. Ried hat ein gutes Spiel abgeliefert, mit dem Tor haben sie sehr viel Druck gemacht."

Ralf Rangnick (Sportdirektor Salzburg): "Die Mannschaft hat heute zwei Gesichter gezeigt. Wenn sie mit Tempo und Spielwitz agiert, hat sie auch ihre Chancen. Unser Spiel nach vorne ist stabil, wenn der Gegner allerdings den Ball hat, dann noch nicht. Wir bekommen eindeutig zu viele Gegentore. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir den Titel verteidigen. Das ist auch unser Anspruch. Die nächsten drei Spiele sind enorm wichtig und richtungsweisend."

Oliver Glasner (Trainer Ried): "Meine Mannschaft hat 90 Minuten gut mitgespielt, die Leistung war summa summarum großartig. Die ersten 15 Minuten waren das Beste, was ich von meiner Mannschaft in dieser Saison gesehen habe. Sie hat auch nach dem 0:2 nie aufgesteckt und immer versucht, nach vorne zu spielen. Letztendlich haben Kleinigkeiten entschieden und auf dem Niveau, wo sich Red Bull bewegt, entscheiden nun einmal Kleinigkeiten."

Julius Perstaller (Torschütze Ried): "Wir haben nie den Glauben an uns verloren. Sogar die Chance auf den Sieg war da. Nur Red Bull Salzburg verzeiht keine Fehler. Im Gegensatz zu uns haben sie ihre Chancen eiskalt genutzt."

  • Rapid - Admira

Zocki Barisic (Rapid-Trainer): "Es war ein Spiegelbild der letzten Spiele gegen die Admira. Wir haben es verabsäumt, das 2:0 zu erzielen, Chancen hatten wir genug. Deshalb sind wir enttäuscht über diesen Punkt." Angesprochen darauf, dass der Ausgleich wegen Abseits eigentlich nicht hätte zählen dürfen, meinte Barisic: "Innerlich will ich nicht sagen, wie es mir geht. Soll ich sagen 'Danke Herr Schiedsrichter und Schiedsrichter-Assistent'? Wir suchen aber in erster Linie die Fehler immer bei uns und nicht beim Schiedsrichter."

Christopher Dibon (Rapid-Innenverteidiger, der nach seiner Leistenoperation ein fehlerloses Comeback gab): "Dass der Ausgleich Abseits war, ist bitter für die ganze Mannschaft. Deswegen hängen nun bei all unseren Spielern die Köpfe. Für den Aufwand den wir betrieben haben, hat zu wenig rausgeschaut."

Oliver Lederer (Admira-Trainer): "Es war wie so oft ein glücklicher Punkt für uns gegen Rapid, den wir uns mit viel Leidenschaft am Schluss erkämpft haben und der uns zufrieden macht. Rapid war über die gesamte Spieldauer die aktivere und bessere Mannschaft. Der Abstiegskampf wird bis zum Ende spannend bleiben. Ich hoffe, dass wir am Ende den längeren Atem haben."

  • Wr. Neustadt - Sturm

Helgi Kolvidsson (Trainer Wr. Neustadt): "Das Ergebnis heute tut mehr weh als das 0:6 in Salzburg. In der ersten Halbzeit war ich hochzufrieden mit der Mannschaft, wir haben verdient 2:0 geführt. Das war eine Topleistung meiner Mannschaft. Es war natürlich klar, dass Sturm nach der Pause anders auftritt. Wir hätten uns heute mehr verdient. Aber am Ende hat die Cleverness gefehlt, dass wir den Sieg nach Hause bringen."

Reinhold Ranftl (Doppeltorschütze Wr. Neustadt): "Es war ein besonderes Spiel für mich, ich wollte zeigen, was ich kann. Leider haben wir nicht gewonnen, zwei oder drei Prozent haben gefehlt. Aber, was den Abstiegskampf betrifft, haben wir es in der eigenen Hand."

Franco Foda (Trainer Sturm): "Es war ein sehr kurioses Spiel. Vor der Pause haben wir unterirdisch gespielt, ohne dass ich die Leistung von Neustadt schmälern möchte. Sie haben verdient geführt, wir waren viel zu passiv. Ich bin in der Halbzeit laut geworden, danach haben wir es besser gemacht. Wir haben dann wieder zwei Tore kassiert, aber haben Moral bewiesen und sind mit einem Punkt belohnt worden. Aber ich habe schon vor dem Spiel gesagt, dass es in der Liga kein Fallobst gibt."

Lukas Spendlhofer (Verteidiger Sturm): "Eigentlich wollten wir mehr als einen Punkt holen, aber nach dem Spielverlauf müssen wir zufrieden sein. In der ersten Halbzeit war unsere Leistung indiskutabel."

  • WAC - Grödig

Dietmar Kühbauer (WAC-Trainer): "Es war heute wieder ein hartes Stück Arbeit. Wir haben in der ersten Hälfte zwar 1:0 geführt, da hätte sich Grödig aber das eine oder andere Tor verdient. Da waren wir nachlässig. In der zweiten Hälfte war es ein anderes Spiel, da hätten wir das dritte oder vierte Tor machen können. Die Chancen waren absolut da. So mussten wir nach dem Anschlusstreffer noch ein bisschen fighten. Heute hat man alles gesehen. Für uns waren nur die drei Punkte wichtig. Ried hat verloren, also haben wir uns da jetzt auch ein bisschen absichern können."

Michael Baur (Grödig-Trainer): "Das war heute am Anfang eine unserer besten Leistungen, die wir bisher gespielt haben auswärts. Wenn man etliche Chancen vorfindet, muss man aber auch einmal ein Tor machen. Was mich besonders ärgert, ist, dass wir nach einer Unachtsamkeit aus der ersten Chance des WAC ein Gegentor bekommen. Wenn das Tor von Bernd (Gschweidl) zählt, sieht es vielleicht noch einmal anders aus. Für uns geht es weiterhin um alles. Alle Leute, die sagen, der Käse (im Abstiegskampf) ist schon gegessen, davon halte ich nichts."

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