Arktis-Staaten wollen sich für Stabilität in der Region einsetzen

25. April 2015, 09:02
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Treffen des Arktischen Rates steht im Schatten des Konflikts mit Russland

Iqaluit/Washington/Moskau - Die acht Mitgliedsstaaten des Arktischen Rates wollen sich gemeinsam für Frieden und Stabilität in der Arktis einsetzen. Vertreter Kanadas, der USA, Dänemarks, Finnlands, Islands, Norwegens, Russlands und Schwedens unterzeichneten am Freitag (Ortszeit) in der nordkanadischen Stadt Iqaluit ein entsprechendes Dokument. Darin sprechen sie sich für "konstruktive Zusammenarbeit" in dieser Hinsicht aus.

Die Abkommen des Rates sind jedoch lediglich Empfehlungen und nicht bindend. Bei dem alle zwei Jahre stattfindenden Ministertreffen ging der Vorsitz des Rates turnusgemäß von Kanada auf die USA über. "Die Menschen in der Region sind unsere größte Priorität", sagte US-Außenminister John Kerry. "Sie sollen unseren Vorsitz prägen." Es sei eine "entscheidende Zeit" für die Arktis und den Arktischen Rat, sagte Kerry weiter. Bei dem Treffen sprachen die Vertreter der Mitgliedsstaaten unter anderem auch über Wirtschafts-, Umwelt- und Infrastrukturthemen.

Klimawandel als Herausforderung

Der Klimawandel sei eine der größten Herausforderungen überhaupt, sagte Kerry. "Wir tun die notwendigen Schritte, um uns auf den Klimawandel vorzubereiten, aber wir teilen auch eine Verantwortung, um alles uns Mögliche zu tun, um die Erwärmung zu verlangsamen", fügte er hinzu.

Die Arktik erwärmt sich zweimal schneller als der Rest der Welt. Im vergangenen Winter war das Packeis nach US-Angaben so stark geschmolzen wie seit Beginn der Satellitenbeobachtung Ende der 70er-Jahre nicht. Das Schmelzen des Packeises lässt den Meeresspiegel dramatisch ansteigen, öffnet aber auch neue Handelsrouten zwischen Asien und Europa. Zudem weckt es Begehrlichkeiten wegen freiwerdender riesiger Erdöl- und Erdgasvorkommen.

Beobachter hatten vermutet, dass die Krise mit Russland wegen der Ukraine das Treffen überschatten werde. Kerry kritisierte am Rande des Arktis-Gipfels, Russland setze den für die Ostukraine vereinbarten Waffenstillstand nicht vollständig um. Angesichts russischer Konvois und Militärausrüstung in der Region sei es "klar", dass die Waffenruhe "nicht genügend" eingehalten werde. (APA, 25.4.2015)

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