Hypo Niederösterreich bei Heta unter EZB-Vorgabe

24. April 2015, 22:01
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Das 225-Millionen-Engagement bei der Heta wird nur teilweise wertberichtigt

Wien - Die Hypo Niederösterreich hat wegen der Wertberichtigungen der Heta-Anleihen im Ausmaß von 63,9 Mio. Euro 2014 einen Verlust von 31,3 Mio. Euro eingefahren. Damit kommt die Landesbank aber noch glimpflich davon. Gemessen am von den Niederösterreichern gehaltenen Heta-Anleihenvolumen von 225 Mio. Euro macht die Abschreibung nur 28 Prozent aus. Die EZB hat dagegen Heta-Wertberichtigungen von 50 Prozent empfohlen, die auch von der österreichischen Aufsicht verlangt werden. Dass die geringe Wertberichtigung nicht ganz unbedenklich ist, das lässt auch ein Vermerk der Wirtschaftsprüfer von Deloitte erahnen. Sie weisen in einer eigens angeführten Ergänzung zum Bestätigungsvermerk explizit auf die Aussagen zu Heta und Pfandbriefbank hin.

Letztere hat der Hypo NÖ nämlich ebenfalls keinen Verlust eingebrockt, obwohl die Bank und das Land 155 Mio. Euro stemmen müssen. Der Grund: Das Land hat für die Summe, von der 84 Mio. Euro heuer fällig werden, eine Rückhaftung ausgestellt, "wodurch keine Risikovorsorge zu bilden war", wie es im Jahresabschluss der Bank heißt. Hypos und Länder müssen für jene Heta-Verbindlichkeiten geradestehen, die über die Pfandbriefbank aufgenommen wurden. Andere Hypothekenbanken haben für diese Belastung Vorsorgen gebildet.

Die Hypo betrachtet sich als "kerngesund und für die Zukunft gut aufgestellt" und betont, dass ohne die Heta-Belastungen ein Gewinn erzielt worden wäre. Die Kernkapitalquote liege bei 12,3 Prozent.

Heta braucht für Bilanz länger

Die Heta braucht für die Bilanzerstellung 2014 länger. Am Freitagabend teilte sie mit, dass der Jahresfinanzbericht 2014 nicht wie vorgesehen bis 30. April veröffentlicht werden kann. Der Heta-Vorstand geht davon aus, dass der Bericht Ende Mai veröffentlicht werden kann. (as, DER STANDARD, 25.4.2015)

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