Vor Wahl: Tausende flüchten aus Angst vor Gewalt nach Ruanda

24. April 2015, 16:57
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Im Laufe der letzten Wochen fast 12.000 Menschen aus Burundi geflohen

Kigali/Genf - Mehr als 1.000 Menschen aus Burundi sind über Nacht aus Angst vor gewaltsamen Auseinandersetzungen bei der bevorstehenden Präsidentenwahl ins Nachbarland Ruanda geflohen. Damit sind im Laufe der letzten Wochen fast 12.000 Menschen aus dem ostafrikanischen Land geflohen, wie eine Sprecherin des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR am Freitag erklärte.

Das UNHCR befürchte eine weitere starke Zunahme der Fluchtbewegung in den kommenden Tagen, sagte Martina Pomeroy. Viele Menschen in Burundi befürchten, dass sich Präsident Pierre Nkurunziza bei der Wahl am 26. Juni um eine dritte Amtszeit bewerben will. Dies würde einer Vereinbarung zuwiderlaufen, die seit dem Ende des Bürgerkriegs in dem Land vor rund einem Jahrzehnt Frieden gewährleistet hat.

Die Regierungspartei könnte Nkurunziza auf ihrem Parteitag am Samstag für eine dritte Amtszeit nominieren. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat genauso wie europäische Regierungen an Nkurunziza appelliert, nicht wieder anzutreten, um den brüchigen Frieden im Land nicht zu gefährden. (APA, 24.4.2015)

  • Barrikaden bei Protesten in Bujumbura
    foto: reuters/harerimana

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