Euro-Kollegen beschimpften Varoufakis

24. April 2015, 15:24
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Laut "Bloomberg" wurde griechischer Finanzminister als "Spieler", "Amateur" und "Zeitverschwender" bezeichnet

Riga - Deutlich hitziger als in den offiziellen Stellungnahmen nach der Eurogruppe gestaltete sich Freitag in Riga die Debatte mit dem griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis. In EU-Ratskreisen hieß es, dass Varoufakis wegen des Dauerstreits mit dem Rest der Eurozone als "Glücksritter", "Zeitverschwender", "Zocker" oder "Amateur" sowie als "verantwortungslos" und "dilettantisch" kritisiert wurde.

Die Nerven waren schon vor Beginn der Sitzung der Finanzminister der Währungsunion gespannt. Angesichts monatelangen Verhandelns ohne Ergebnis schien sich die Geduld der Eurogruppe zu erschöpfen. Österreichs Ressortchef Hans Jörg Schelling (ÖVP) hatte am Morgen erklärt, er sei "schon einigermaßen genervt mit der Sache". Es könne so nicht weitergehen, und es müsse dringend etwas passieren.

Varoufakis zeigt sich ungerührt

Trotz der ausbleibenden Einigung zeigte sich Varoufakis zumindest nach außen hin relativ ungerührt von der heißen Diskussion um seine Person. Er meinte lediglich, es habe intensive Gespräche gegeben, er sehe positive Fortschritte, und die Missverständnisse seien überbrückbar. Gleichzeitig hieß es, Varoufakis habe damit gedroht, dass die Kosten im Fall einer Nichteinigung nicht nur für Griechenland, sondern auch für die Eurozone riesig wären. (APA/dpa, 24.4.2015)

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