Asfinag verdoppelt Dividende

24. April 2015, 11:52
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Die staatliche Autobahnholding Asfinag profitiert von den steigenden Mauteinnahmen, die sich dem Verkehrszuwachs verdanken

Wien - Die staatliche Autobahnholding Asfinag hat im Vorjahr 909 Mio. Euro in den Streckenausbau investiert, das ist ein Plus von 205 Mio. Euro im Jahresvergleich. Gleichzeitig wurde die Zinslast verringert und die Eigenkapitalquote von 22 auf 24 Prozent angehoben.

Die Neuverschuldung blieb mit 123 Mio. Euro unter dem Planwert von 156 Mio. Euro, die Dividende an den Staat wurde von 100 auf 200 Mio. Euro verdoppelt. Der aktuelle Schuldenstand der Asfinag, die sich ausschließlich über die Mauteinnahmen finanziert, liegt bei 11,6 Mrd. Euro - bei einer Bilanzsumme von 15,2 Mrd. Euro.

"Würde die Asfinag den Neubau stoppen, könnte sie aus eigener Kraft innerhalb von 20 Jahren alle Schulden tilgen. Dieser Wert liegt deutlich unter der durchschnittlichen Lebensdauer der Straßeninfrastruktur von 30 Jahren", so Asfinag-Chef Klaus Schierhackl.

Deutlich zugelegt haben die Mauteinnahmen, was auch auf einen starken Verkehrszuwachs zurückzuführen ist. Bei den Pkw erhöhte sich die Fahrleistung um 4,7 Prozent, bei den Lkw und Bussen gab es - trotz Wirtschaftsflaute - ein Plus von 2,8 Prozent.

Mehr Geld für Tunnelsicherheit

Tief in die Tasche greifen mussten die Frächter, hier stiegen die Mauteinnahmen um 9,4 Prozent auf 1,42 Mrd. Euro. Anfang des Jahres hat die Asfinag darauf reagiert und die Maut für die schadstoffärmste Klasse Euro 6 um sechs Prozent gesenkt. Die Pkw-Einnahmen (Vignette, Sondermauten) legten im Kontext von mehr Fahrleistung und Verbraucherpreisanstieg um 5,4 Prozent auf 583 Mio. Euro zu.

Bis zum Jahr 2019 hat sich die Asfinag ein ambitioniertes Ziel zur Verbesserung der Tunnelsicherheit gesteckt, 1,5 Mrd. Euro sollen dafür investiert werden.

Das österreichische Modell der Eigenfinanzierung des hochrangigen Straßenverkehrs (Autobahnen, Schnellstraßen) über Mauten und deren Zweckbindung über die Asfinag stößt auch bei anderen europäischen Ländern auf Interesse. Derzeit gibt es entsprechende Überlegungen in Deutschland und in der Schweiz, in Norwegen befasst sich damit bereits das Parlament.

Positives gibt es von der Rettungsgasse zu berichten, diese funktioniere immer besser. Bei einer Kundenbefragung sei dieses Thema zuletzt kein Aufreger mehr gewesen. (APA, 24.4.2015)

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