Fensterideen aus Österreich preisgekrönt

26. April 2015, 10:00
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Passivhausszene verlieh "Component Award"

Am vergangenen Wochenende fand in Leipzig die 19. Internationale Passivhaustagung statt. Im Rahmen dieser alljährlichen Zusammenkunft von Passivhausexperten aus aller Welt wurde auch der "Component Award" für hochwertige Fenster für die Gebäudesanierung vergeben.

Den ersten Preis teilten sich dabei das "System Connecta" von der Firma Optiwin aus Ebbs (Tirol) und das "Smartwin Compact S" von der steirischen Firma Lorber, die Teil der internationalen "Pro Passivhausfenster"-Kooperation ist. Beide Unternehmen - übrigens beide auch schon im Vorjahr ausgezeichnet - "sind Mitglieder der Passivhaus Austria", freut sich deren Leiter Günter Lang im Gespräch mit dem Standard.

Die besondere Herausforderung des Wettbewerbs sei in der geforderten Flexibilität gelegen, erklärt Lang. "Sanierungen erfolgen in der Praxis oft schrittweise, deshalb waren Lösungen gefragt, die sowohl in einer Übergangszeit ohne Fassadendämmung als auch nach Abschluss der Renovierungsarbeiten gute Resultate liefern." Bewertet wurde insbesondere die Wirtschaftlichkeit der Fenster, wobei die Anschaffungskosten den möglichen Energieeinsparungen gegenübergestellt wurden. Eine Fachjury berücksichtigte aber auch die Aspekte Praktikabilität, Innovation und Ästhetik zu jeweils 20 Prozent.

Lob für Funktionalität und Anschlussdetails

In der Beurteilung des "Smartwin Compact S" wurden unter anderem die Anschlussdetails gelobt. Beim "System Connecta" betonte die aus Fensterspezialisten, Architekten und Vertretern der Fachpresse bestehende Jury die Funktionalität. Zwei dritte Preise gingen an das "Energeto 8000 view" von Aluplast und an das "Eco 90" von Pural.

"Qualitätsgeprüfte Passivhauskomponenten sind für die Energieeffizienz von Gebäuden entscheidend - gerade auch bei Sanierungsprojekten. Umso erfreulicher ist es, dass auch hierfür inzwischen hochwertige Lösungen verfügbar sind", sagt Wolfgang Feist, Leiter des Passivhaus-Instituts mit Sitz in Darmstadt und Innsbruck. "Die ausgezeichneten Fenster sind hervorragende Beispiele dafür, dass Energieeffizienz nicht nur wirtschaftlich ist, sondern zugleich auch mit allen anderen Anforderungen an ein Bauteil bestens kombiniert werden kann", meint auch Benjamin Krick, der am Passivhaus-Institut die Komponentenzertifizierung leitet. (mapu, DER STANDARD, 25.4.2015)

  • Der erste Preis ging an die steirische Firma Lorber für das "Smartwin Compact S".
    foto: lorber

    Der erste Preis ging an die steirische Firma Lorber für das "Smartwin Compact S".

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