Cyberkrieg: US-Regierung setzt auf Abschreckung

24. April 2015, 11:07
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Neue Strategie des Pentagon sieht Gegenschläge und Veröffentlichung von Angriffen vor

Die US-Regierung will im Bereich der digitalen Kriegsführung eine neue Strategie verfolgen. In Erinnerung an die Ära des Kalten Krieges setzen die USA künftig auch im Cyberwar-Bereich auf Abschreckung, schreibt die New York Times. Demonstriert wurde das gleich bei einer Rede von Verteidigungsminister Ashton Carter, bei der dieser Russland für mehrere Spionagevorfälle verantwortlich machte. So gab Carter an, dass das Pentagon in den vergangenen Monaten von russischen Hackern infiltriert worden war. Experten hätten die Lücke allerdings schnell schließen können.

Pentagon reagiert auf Attacken

Prinzipiell ist auch in Zukunft das Department for Homeland Security für die Abwehr von Cyberangriffen zuständig. Gemeinsam mit Privatunternehmen soll sich die Regierungsbehörde um einen Großteil der Attacken kümmern. Allerdings beziffert ein Bericht den Anteil an "kritischen Cyberangriffen" auf rund zwei Prozent. Dieser Anteil soll eine Reaktion des Pentagons auslösen, die vom Cyber Command – das wiederum mit der NSA verbandelt ist – durchgeführt wird.

Nicht mehr (nur) geheim

Ausländische Hacker sollen also spüren, dass Cyberangriffe mit Kosten verbunden sind. Seit dem Angriff auf den Filmkonzern Sony Pictures legt die US-Regierung einen besonderen Fokus auf Cybermaßnahmen. So soll die NSA das Internet in Nordkorea lahmgelegt haben, der asiatische Staat wird für den Sony-Angriff verantwortlich gemacht. Bislang wurden Cyberangriffe ausschließlich im Geheimen durchgeführt. (fsc, 24.4.2015)

  • NSA-Chef Mike Rogers dient künftig der Abschreckung von ausländischen Hackern
    foto: apa/epa/loscalzo

    NSA-Chef Mike Rogers dient künftig der Abschreckung von ausländischen Hackern

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