14 Flüchtlinge in Mazedonien von Zug überfahren

24. April 2015, 11:00
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Opferzahl könnte laut Medienberichten noch ansteigen

Skopje - Mindestens 14 Flüchtlinge sind am Donnerstagabend in Mazedonien ums Leben gekommen, als sie in einer Schlucht von einem Zug überfahren wurden. Es gebe Befürchtungen, dass die Opferzahl höher liegen dürfte, meldete die Tageszeitung "Dnevnik". Die Unglücksstelle liegt auf einer Flüchtlingsroute, über die immer mehr Migranten versuchen, auf dem Landweg Richtung EU zu kommen.

Der Unfall ereignete sich gegen 22.30 Uhr auf der Bahnstrecke zwischen der zentral-mazedonischen Stadt Veles und der Hauptstadt Skopje. Eine Gruppe von rund 50 Flüchtlingen, über deren Identität zunächst nichts bekannt war, sollen sich in der Schlucht in der Nähe der Stadt Veles auf den Schienen befunden haben.

Sie wurden von einem Fernverkehrszug, der zwischen der südmazedonischen Stadt Gevgelija und der serbischen Hauptstadt Belgrad verkehrt, überfahren. Der Zugführer habe dutzende Menschen gesehen, aber nicht mehr rechtzeitig bremsen können, hieß es. Er betätigte die Sirene, woraufhin einige Flüchtlinge die Schienen verließen. Die Unfallstelle ist laut örtlichen Medienberichten für die Rettungskräfte schwer zugänglich. (APA/red, derStandard.at, 24.4.2015)

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