Kiew scheitert in Florenz, kein Wunder in Neapel

23. April 2015, 23:12
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Fiorentina kickt den Dragovic-Klub raus, Neapel mit gesamt 6:3 gegen Wolfsburg im Halbfinale. Sevilla besteht in St. Petersburg, Brügge scheitert an Dnipro

Wien/Florenz - Dynamo Kiew ist am Donnerstagabend im Viertelfinale der Europa League ausgeschieden. Der ukrainische Tabellenführer, bei dem ÖFB-Innenverteidiger Aleksandar Dragovic wegen der dritten gelben Karte fehlte, musste sich nach dem 1:1 im Hinspiel auswärts AFC Fiorentina verdient 0:2 (0:1) geschlagen geben.

Mit dem SSC Napoli steht noch ein zweiter italienischer Klub im Halbfinale. Außerdem zogen auch Titelverteidiger FC Sevilla und Dnipro Dnipropetrowsk in die Vorschlussrunde ein, die Freitagmittag in Nyon ausgelost wird. Das Endspiel steigt am 27. Mai in Warschau.

Dragovic fehlte, Gomez traf

Die Gelb-Sperre von Dragovic machte sich sofort bemerkbar, denn die Gäste aus Kiew standen unter Dauerdruck und hatten viel Glück, dass der deutsche Stürmer Mario Gomez erst in der 43. Minute das 1:0 erzielte. Zu diesem Zeitpunkt war Dynamo nach dem harten Gelb-Rot-Ausschluss des Niederländers Jeremain Lens (40.) nur noch zu zehnt. Auch nach der Pause ließen die erneut ohne Italiener in der Startelf spielenden Hausherren Chancen in Hülle und Fülle aus. Das hätte sich im Finish, als Kiew noch einmal aufkam, fast gerächt. Erst in der 94. Minute traf der Peruaner Juan Vargas zum 2:0-Endstand.

Im Duell zwischen Napoli und Wolfsburg war die Vorentscheidung über den Halbfinal-Aufstieg schon mit dem 4:1-Auswärtserfolg der Süditaliener im Hinspiel gefallen. Jose Callejon (50.) und Dries Mertens (65.) brachten Napoli nach der Pause 2:0 in Front, doch ein Doppelschlag von Timm Klose (71.) und Ivan Perisic (73.) sorgte noch für ein 2:2. Der Club aus Neapel steht erstmals seit dem UEFA-Cup-Sieg 1989 in einem Europacup-Halbfinale.

Dramatischer Spielverlauf in St. Petersburg

Spannender ging es beim Gastspiel von Sevilla bei Zenit St. Petersburg zu. Der Kolumbianer Carlos Bacca brachte den Tabellenfünften der Primera Division, der das Hinspiel 2:1 gewonnen hatte, zwar schon in der sechsten Minute aus einem Foulelfer in Führung. Doch Rondon (48.) und Hulk (72.) stellten nach der Pause auf 2:1 für den russischen Vizemeister. Erst "Joker" Kevin Gameiro erzielte den Ausgleich (85.), der den Aufstieg brachte.

In Kiew sah es lange nach einer Verlängerung zwischen Dnipro Dnipropetrowsk und Brügge aus, nachdem das Hinspiel torlos geendet hatte. Doch Jewgeni Schachow brach den Torbann in der 82. Minute und sicherte dem ukrainischen Club den ersten Einzug in ein Europacup-Halbfinale. (APA, 23.4.2015)

Europa-League, Viertelfinal-Rückspiele, Donnerstag

ACF Fiorentina - Dynamo Kiew 2:0 (1:0). Stadio Artemio Franchi, Tor: Gomez (43.), Vargas (94.). Gelb-Rote Karte: Lens (Kiew/40.). ÖFB-Legionär Aleksandar Dragovic fehlte bei Kiew wegen einer Gelb-Sperre. Hinspiel: 1:1 - Fiorentina mit dem Gesamtscore von 3:1 im Halbfinale

SSC Napoli - VfL Wolfsburg 2:2 (0:0). Stadio San Paolo, Tore: Callejon (50.), Mertens (65.) bzw. Klose (71.), Perisic (73.). Hinspiel: 4:1 - Napoli mit dem Gesamtscore von 6:3 im Halbfinale

Zenit St. Petersburg - FC Sevilla 2:2 (0:1). Stadion Petrowski, Tore: Rondon (48.), Hulk (72.) bzw. Bacca (6./Foul-Elfmeter), Gemeiro (85.). Hinspiel: 1:2 - Titelverteidiger Sevilla mit dem Gesamtscore von 4:3 im Halbfinale

Dnipro Dnipropetrowsk - FC Brügge 1:0 (0:0). Olympiastadion, Tor: Schachow (82.). Hinspiel: 0:0 - Dnipro mit dem Gesamtscore von 1:0 im Halbfinale

Halbfinal-Termine: 7. bzw. 14. Mai (Auslosung am Freitag um 12.00 Uhr in Nyon)

Finale am 27. Mai in Warschau

  • Mario Gomez brachte die Fiorentina gegen Kiew auf Halbfinalkurs.
    foto: epa/maurizio degl'innocenti

    Mario Gomez brachte die Fiorentina gegen Kiew auf Halbfinalkurs.

  • Am Fuße des Vesuvs jubelte erwartungsgemäß nicht Wolfsburg sondern Napoli.
    foto: reuters/ciro de luca

    Am Fuße des Vesuvs jubelte erwartungsgemäß nicht Wolfsburg sondern Napoli.

  • Titelverteidiger Sevilla bestand die harte Prüfung in St. Petersburg.
    foto: ap/ dmitry lovetsky

    Titelverteidiger Sevilla bestand die harte Prüfung in St. Petersburg.

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