Astana behält World-Tour-Lizenz

23. April 2015, 20:57
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Grünes Licht für Tour-de-France-Sieger Nibali - Team bleibt jedoch unter Beobachtung

Aigle - Das kasachische Skandalteam Astana um Tour-de-France-Sieger Vincenzo Nibali darf im Radsport weiter auf höchster Ebene mitwirken. Eine Kommission des Weltverbandes UCI entschied sich am Donnerstag gegen einen Entzug der World-Tour-Lizenz für die Saison 2015, Starts bei wichtigen Rennen wie dem Giro d'Italia (9. bis 31. Mai) und der Tour de France (4. bis 26. Juli) stehen damit nichts mehr im Weg.

Astana bleibt jedoch weiter unter strikter Beobachtung und muss sich an bestimmte Maßnahmen halten, die vom sportwissenschaftlichen Institut der Universität Lausanne (ISSUL) beschlossen werden. Sollte Astana eine der verhängten Bedingungen missachten oder es negative Neuentwicklungen geben, soll das Verfahren wieder eröffnet werden. Das Team versprach, alle geforderten Auflagen zu respektieren. Die Entscheidung wurde nach einer Anhörung am Donnerstag getroffen, an der Vertreter Astanas, der UCI und des ISSUL beteiligt waren.

Der Weltverband um Präsident Brian Cookson hatte den Lizenzentzug empfohlen, nachdem es 2014 es fünf positive Dopingtests im Astana-Umfeld gab, drei davon in der Nachwuchs-Mannschaft. Zwar war Astana im Dezember das Startrecht erteilt worden, doch die Auswertung eines umfangreichen Berichtes des ISSUL bewegte die UCI zum Kurswechsel. Das ISSUL hatte sich intensiv mit den Anti-Doping-Maßnahmen, den Policen sowie den Strukturen und dem Management Astanas beschäftigt. (sid, 23.4.2015)

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