Generali hat 30 Millionen Hypo-Anleihen

23. April 2015, 11:59
2 Postings

Wegen niedrigen Zinsniveaus werden keine Einmalerläge mehr in der Lebens-Versicherung genommen

Wien - Die Generali Versicherung Österreich war bei der Hypo Alpe Adria mit 30 Mio. Euro veranlagt. Anleihen, die vom Land Kärnten garantiert wurden. Im ersten Quartal 2015 wurden sieben Mio. Euro im Nettoergebnis abgeschrieben, sagte Finanzvorstand Klaus Wallner bei der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag.

Angesichts des hohen Immobilienbestandes vor allem in Wiener Innenstadtlage habe die Generali kein Problem, den Garantiezins in der Lebensversicherung zu erwirtschaften, aber zweifelsohne werde das anhaltend tiefe Zinsniveau Auswirkungen auf das Finanzergebnis haben. Im Vorjahr lag die laufende Rendite aus den Kapitalanlagen bei 3,8 Prozent - primär wegen dem Bestand und nicht aus dem Neugeschäft..

Garantiezins

Generali-Vorstandschef Peter Thirring erwartet, dass die Finanzmarktaufsicht den Garantiezins von derzeit 1,5 Prozent 2016 weiter senken wird. Sogar auf unter 1,25 Prozent, das ist jenes Niveau das in Deutschland derzeit besteht.

Die klassische Lebensversicherung sei nach wie vor konkurrenzlos, beteuert Thirring, weil es kein anderes Produkt gebe, das eine lebenslange garantierte Rente ausbezahlt. Man dürfe sich nicht von der aktuellen Zinssituation beeinflussen lassen. "Wir müssen uns als Versicherung langfristig positionieren und können nicht in Quartalen denken", betonte der Generali-Chef.

Allerdings werde die Generali, wie auch andere Versicherer keine Einmalerläge in der Lebensversicherung entgegen nehmen. "Wenn wir am Kapitalmarkt keine Zinsen bekommen, können wir keine Gesamtverzinsung von 3,25 Prozent gutschreiben", so Thirring.

Der Generali Holding Vienna Konzern steigerte 2014 das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von 193,3 Mio. Euro auf 221,3 Mio. Euro (plus 14,5 Prozent). Die Kapitalanlagen erhöhten sich um 9,6 Prozent auf 12,5 Mrd. Euro. Das Eigenkapital stieg um 5,8 Prozent auf 2,3 Mrd. Euro. Das Prämienvolumen erhöhte sich um 6,3 Prozent auf 2,7 Mrd. Euro. (cr, derStandard.at, 23.4.2015)

Share if you care.