UEFA ermittelt gegen Guardiola

22. April 2015, 17:35
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Bayern-Coach hatte bei Pressekonferenz ein T-Shirt mit der Aufschrift "Gerechtigkeit für Topo" getragen, um Solidarität mit getötetem Journalisten zu zeigen

Nyon/München - Bayern-Trainer Pep Guardiola drohen wegen einer T-Shirt-Botschaft Konsequenzen. Der Europäische Fußballverband leitete am Mittwoch ein Ermittlungsverfahren ein, weil er bei der Pressekonferenz vor dem Rückspiel im Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Porto ein schwarzes Shirt mit dem Aufdruck "#JusticiaParaTopo" getragen hatte.

Mit dieser Erinnerung an einen bei der WM 2014 bei einem Verkehrsunfall getöteten Journalisten aus Argentinien könnte Guardiola gegen den Verhaltenskodex der UEFA verstoßen haben. In Artikel 11 Absatz 2c sind Bekundungen nichtsportlicher Natur im Rahmen von UEFA-Veranstaltungen untersagt. Der Fall wird am 21. Mai, also nach den beiden Halbfinalspielen, von der Kontroll- und Disziplinarkommission der UEFA verhandelt.

Guardiola reihte sich mit der Botschaft in eine lange Liste prominenter Fußballakteure ein, die an den verunglückten Journalisten Jorge Topo Lopez erinnern. Seine Familie prangert die bis heute aus ihrer Sicht schleppenden Ermittlungen zu dem Unfall an. Das Taxi, in dem Lopez saß, war von einem Auto gerammt worden, das von der Polizei verfolgt wurde.

Neben Guardiola muss sich auch Portos Trainer Julian Lopetegui Ermittlungen der UEFA stellen. Er war bei der 1:6-Niederlage der Portugiesen am Dienstagabend vom Schiedsrichter auf die Tribüne verwiesen worden. (APA, 22.4.2015)

  • Böses T-Shirt.
    foto: apa

    Böses T-Shirt.

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