Viertgrößte Bank in Bulgarien zahlungsunfähig

22. April 2015, 15:56
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Schon seit Mitte 2014 geschlossen, nun Gerichtserklärung

Sofia - Erstmals nach Bulgariens EU-Beitritt im Jahr 2007 ist eine Bank in dem ärmsten EU-Land pleitegegangen. Das Stadtgericht in Sofia erklärte am Mittwoch die Korporative Handelsbank (KTB) - das ist die viertgrößte Bank des Landes - rückwirkend für zahlungsunfähig seit 6. November 2014.

An diesem Tag hatte die KTB die Lizenz verloren, da sie die Kapitalauflagen nicht mehr erfüllen konnte. Das Geldinstitut ist schon seit Mitte Juni 2014 geschlossen.

Mit der Entscheidung des Gerichts wurde nun das gesamte Eigentum der KTB gesperrt. Damit sollen die größeren Gläubiger ihr Geld zurück erhalten. Die staatlich garantierten Einlagen einheimischer und ausländischer Kunden, die unter umgerechnet 100.000 Euro liegen, werden bereits seit Dezember 2014 ausgezahlt.

Brüssel hatte 2014 erstmals Bulgarien eine Staatshilfe von 1,6 Mrd. Euro zur Stabilisierung des Bankensystems erlaubt. Das Balkanland gehört noch nicht zur Eurozone. (APA, 22.4.2015)

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