Facebook ändert Algorithmus, setzt Seiten unter Druck

22. April 2015, 08:45
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Künftig werden Status-Updates von Freunden wichtiger behandelt – Publisher müssen wohl investieren

Facebook hat eine Änderung seines Newsfeed-Algorithmus angekündigt, der für Seiteninhaber drastische Auswirkungen haben könnte. Facebook will künftig die Statusmeldungen von Freunden mit einer höheren Priorität belegen, weiters sollen Inhalte derselben Quelle öfter vorkommen. Das bedeutet, dass Postings eines guten Freundes, mit dem man oft interagiert, eher auftauchen als beispielsweise Statusinhalte einer Marke oder eines Künstlers.

Interesse der Nutzer

Weiters kündigte Facebook an, ein offenbar missliebiges Feature wieder abzuschaffen: Welcher Status von Freunden kommentiert wurde, interessierte die Nutzer bislang kaum. Diese Meldungen könnten im Newsfeed also nahezu verschwinden. Facebook betont, die Änderungen im Interesse der Nutzer vorzunehmen. Man habe User befragt und die eigenen Daten analysiert. Das soziale Netzwerk will eben vor allem ein solches sein: Am meisten interessiert die Nutzer, was ihre Freunde erleben.

Druck auf Seiteninhaber

Doch einige Stimmen vermuten, dass Facebook mit diesem Schritt die Seiteninhaber unter Druck setzen will. Diese müssen künftig wohl Geld in die Hand nehmen, um ihre Statusinhalte unter die Leute zu bringen. T3N bezeichnet die Vorgänge in Anspielung auf Googles veränderten Suchalgorithmus sogar als "Facebookgeddon", der drastische Konsequenzen haben könnte. (fsc, 22.4.2015)

Links:

Facebook

T3N

  • Nutzer sollen die Änderungen begrüßen, hat Facebook sie doch nach Analysen modelliert
    foto: ap/chiu

    Nutzer sollen die Änderungen begrüßen, hat Facebook sie doch nach Analysen modelliert

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