Miese Bezahlung: Pulitzer-Preisträger ist jetzt Pressesprecher

21. April 2015, 16:41
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US-Lokalreporter Rob Kuznia konnte sich Miete nicht mehr leisten

Los Angeles - Ein US-Lokalreporter, der in diesem Jahr mit dem Pulitzer-Preis geehrt wird, hat wegen der miesen Bezahlung schon vor Monaten den Journalismus verlassen. Rob Kuznia und zwei Kollegen vom kalifornischen Lokalblatt "Daily Breeze" hatten am Montag für eine Geschichte über Korruption in einer Vorortschule von Los Angeles einen der begehrten US-Journalistenpreise gewonnen.

Mittlerweile arbeitet Kuznia aber als Pressesprecher für die Holocaust-Stiftung der University of Southern California.

Konnte Miete nicht zahlen

Der 39-Jährige hatte die "Daily Breeze" vor einem halben Jahr verlassen. Der Ex-Journalist sagte der "New York Times" und der Internetseite "LA Observed", dass sein Gehalt nicht ausgereicht habe, um in der Region Los Angeles die Miete zu zahlen. Auch wenn ihm sein früherer Job fehle, schloss er eine Rückkehr in den Journalismus aus.

Der Pulitzer-Preis ist einer der renommiertesten Journalistenpreise der Welt. Benannt ist die Auszeichnung nach dem 1911 verstorbenen New Yorker Verleger Pulitzer, erstmals verliehen wurde sie im Jahr 1917. Übergeben werden die Preise in diesem Jahr am 28. Mai während eines Mittagessens an der Columbia-Universität in New York. (APA, 21.4.2015)

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