Irak: IS-Anführer al-Baghdadi angeblich bei Luftangriff schwer verletzt

21. April 2015, 21:41
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Die Verletzungen seien lebensbedrohlich gewesen - USA dementieren Bericht

Der Anführer der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS), Abu Bakr al-Baghdadi soll bei einem Luftangriff im Westen des Irak schwer verletzt worden sein, berichtet der Guardian am Dienstag.

Der Luftangriff, der zu den Verwundungen führte, soll am 18. März nahe der Grenze zu Syrien im Irak stattgefunden haben. Ziel des Angriffs waren lokale IS-Anführer.

Lebensbedrohliche Verwundungen

Der Guardian beruft sich auf Quellen im Irak, die gute Kontakte zur IS-Miliz habe und Diplomaten. Der Gesundheitszustand al-Baghdadis sei so kritisch gewesen, dass er zuerst als lebensbedrohlich eingestuft wurde. Es habe, schreibt der Guardian, bereits Treffen der IS-Führungsriege gegeben, wo über eine eventuelle Nachfolge nachgedacht wurde.

Mittlerweile habe al-Baghdadi sich aber erholt. Die Kontrolle der IS-Miliz wieder vollständig zu übernehmen, lasse sein derzeitiger Gesundheitszustand aber noch nicht zu.

Der Guardian zitiert Hisham al-Hashimi, einen Berater der irakischen Regierung beim Thema IS, der die Verletzung von al-Baghdadi bestätigt.

Dementi aus den USA

Die USA haben nach eigenen Angaben keine Hinweise auf eine Verwundung al-Baghdadis. Washington wies den Bericht des "Guardian" zurück.

Der Jihadistenführer sei nicht das Ziel des fraglichen Luftangriffs gewesen, wurde seitens des Verteidigungsministeriums betont. Ähnliche unzutreffende Berichte habe es bereits im März gegeben, sagte Pentagon-Sprecher Steve Warren. Diese Fehlinformationen habe der "Guardian" nun offenbar "recycelt". (APA/red, derStandard.at, 21.4.2015)

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