Navi-Hersteller TomTom wartet auf Umsatzschub - Verlust im Quartal

21. April 2015, 11:50
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Mit fast 7 Mio. Euro im Minus - Nach einem Gewinn von 7,6 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres

Der niederländische Navigationsgerätehersteller TomTom ist im vergangenen Quartal in die roten Zahlen gerutscht, da sich die jüngste Auftragswelle aus der Autoindustrie erst später auszahlen wird. Das Management gab am Dienstag einen Verlust von fast 7 Mio. Euro bekannt, nach einem Gewinn von 7,6 Millionen vor Jahresfrist. Der Umsatz stagnierte bei 205 Mio. Euro.

Schwindende Nachfrage

Noch macht sich die schwindende Nachfrage nach tragbaren digitalen Wegfindern bemerkbar. In Europa ging der Absatz um 8 Prozent zurück, in den USA um 17 Prozent. In diesem Geschäftsbereich spürt TomTom die wachsende Konkurrenz durch Smartphones, die ebenfalls über Navigationsfunktionen verfügen.

Hoffnungen machen dem Management dagegen andere Sparten. Konzernchef Harold Goddijn teilte mit, sowohl der Bereich Sportuhren für Jogger und Wanderer als auch das Geschäft mit Stau- und Wetterinformationen verzeichneten Zuwächse. Zuletzt hatte TomTom eine Reihe von wichtigen Aufträgen von Autobauern erhalten, darunter Volkswagen, Hyundai und Fiat. Die Erlöse daraus erwirtschaftet das niederländische Unternehmen jedoch erst in den kommenden Quartalen.

Verkauf des Kartengeschäfts von Nokia

TomTom könnte ferner vom geplanten Verkauf des Kartengeschäfts von Nokia profitieren. Je nachdem wer sich die Sparte einverleibt, bleibt TomTom womöglich der einzige unabhängige Anbieter, der über eine große Datenbasis und entsprechende Technologie für digitale Kartendienste verfügt.

Die Aussichten auf gute Wachstumschancen haben die Aktie des Unternehmens in diesem Jahr um 40 Prozent in die Höhe getrieben. Am Dienstag lag sie nach anfänglichen Einbußen 0,6 Prozent im Plus. Für das Gesamtjahr bekräftigte Goddijn die Geschäftsprognosen. Der Umsatz soll demnach bei einer Milliarde Euro liegen. (APA, 21.4. 2015)

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