Pulitzer-Preise: Morde an Frauen, Recht für Reiche, Medicare-Missbrauch

20. April 2015, 21:44
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Oscars des Journalismus gingen etwa an "The Post and Courier", "New York Times", "Wall Street Journal", Bloomberg und "Washington Post"

New York - Die Oscars des US-Journalismus sind vergeben: Die Pulitzer-Preise 2015 gingen Montag etwa an "The Post and Courier", "New York Times", "Wall Street Journal", Bloomberg und "Washington Post". Die meisten der Auszeichnungen sind mit 10.000 Dollar dotiert.

"The Post and Courier" (Charleston) gewann Gold in der undotierten Kategorie Öffentliches Interesse mit einer Serie über South Carolina als einen der tödlichsten Bundessstaaten für Frauen. Die kleine Regionalzeitung aus Charleston hat Todesfälle von Frauen untersucht, die als Unfälle, Selbstmorde oder natürliche Tode galten.

300 davon gab es innerhalb von zehn Jahren in South Carolina, ein Staat im tiefen Süden mit knapp fünf Millionen Einwohnern. Viele waren die Folge von häuslicher Gewalt. Die Zeitung habe es geschafft, mit dem Artikel "Bis dass der Tod uns scheidet" dieses Phänomen auf die Tagesordnung der Politik in dem Bundesstaat zu setzen, lobte die Jury.

Drei Kategorien an "New York Times"

Die "New York Times" und ihre Journalisten erhielt Auszeichnungen für Aufdeckjournalismus (Eric Lipton beschrieb, wie Reiche mit Lobbyisten Recht und Rechtsprechung zu ihren Gunsten beeinflussen), für internationale Berichterstattung, und für Feature-Fotografie (an den Freelancer Daniel Berehulak für eine Serie über die Ebola-Epidemie aus Westafrika)

Versicherungs-Missbrauch

Lipton muss den Preis für Aufdeckungsjournalismus mit dem "Wall Street Journal" teilen, prämiert für Recherchen zum Krankenversicherungsprogramm Medicare, die falsche Verrechnung von an die 60 Dollarmilliarden aufdeckten..

Zweimal "Los Angeles Times"

Diana Marcum von der "Los Angeles Times" in der Kategorie Features, Kollegin Mary McNamara in der Kategorie Kritik.

Zachary R. Mider vom Wirtschaftsinfokonzern Bloomberg erhielt einen Pulitzer-Preis für erklärenden Journalismus.

Carol D. Leonnig von der "Washington Post" bekam den Pulitzer Award für US-Berichterstattung.

Die "Seattle Times" wurde für Breaking-News-Coverage ausgezeichnet. Rob Kuznia, Rebecca Kimitch and Frank Suraci ("Daily Breeze", Torrance) für Lokaljournalismus. Lisa Falkenberg ("Houston Chronicle" bei den Kommentaren. Kathleen Kingsbury ("The Boston Globe") in der Kategorie Editorial Writing.

Die Cartoon-Kategorie gewann Adam Zyglis von "The Buffalo News". Breaking-News-Fotos das Foto-Team des "St. Louis Post-Dispatch". (red, APA, derStandard.at, 20.4.2015)

  • Foto des "St. Louis Post-Dispatch" zu den Unruhen von Ferguson
    foto: robert cohen, st. louis post dispatch, columbia university via ap)

    Foto des "St. Louis Post-Dispatch" zu den Unruhen von Ferguson

  • Ausgezeichnet wurde der Fotograf Daniel Berehulak für eine Serie über die Ebola-Epidemie aus Westafrika.
    foto: ap/daniel berehulak

    Ausgezeichnet wurde der Fotograf Daniel Berehulak für eine Serie über die Ebola-Epidemie aus Westafrika.

  • Hier wird ein achtjähriges Kind versorgt.
    foto: ap/daniel berehulak

    Hier wird ein achtjähriges Kind versorgt.

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