Verteidigung der Pressefreiheit

20. April 2015, 16:27
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Im Vorfeld des Internationalen Tags der Pressefreiheit am 3. Mai präsentierten die Verleger eine gemeinsame Anzeige, die allen Zeitungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg zum Abdruck angeboten wird

Wien - Die Verlegerverbände in Deutschland, Österreich, Schweiz und Luxemburg machen sich in einer Gemeinschaftsaktion für die Pressefreiheit stark. "Ein demokratisch verfasstes Europa braucht eine freie, selbstbewusste Presse. Medienmacher dürfen sich durch die Attentate von Paris und Kopenhagen oder die Anschläge extremistischer Gesinnungstäter gegen Journalisten und Verlagshäuser weder provozieren noch verschrecken lassen", erklärten die Präsidenten der deutschsprachigen Verlegerverbände anlässlich eines Treffens in Luxemburg.

Verteidigung der Pressefreiheit ist Bürgerpflicht

Allerdings sei die Verteidigung des Rechts auf Meinungs- und Pressefreiheit nicht allein Sache von Verlegern und Journalisten, betonten die Vertreter vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), dem Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ), Verband Schweizer Medien und Luxemburgischem Verlegerverband. "Alle Demokraten sind jeden Tag aufs Neue gefordert, auf der Pluralität der Meinungen zu bestehen - und auf der Freiheit, sie zu äußern."

An die Politik richteten die Verbandspräsidenten den Appell, die Rahmenbedingungen für die Arbeit einer freien und unabhängigen Presse zu sichern. Es gelte, das Urheberrecht in Europa zu stärken. Ferner müsse der höhere Mehrwertsteuersatz bei elektronischen Produkten an den reduzierten Satz der gedruckten Presse angepasst werden.

Gemeinschaftsaktion der Verlegerverbände

Im Vorfeld des Internationalen Tags der Pressefreiheit am 3. Mai präsentierten die Verleger eine gemeinsame Anzeige, die allen Zeitungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg zum Abdruck angeboten wird. Das Sujet wurde von der Wiener Agentur Lowe GGK realisiert.

"Der schreckliche Anschlag auf das Pariser Satiremagazin 'Charlie Hebdo' hat Europas Wahrnehmung auf die Pressefreiheit verändert. Vorher war der Schutz dieses zerbrechlichen Gutes für viele Menschen nicht greifbar, weil man Attentate auf Journalisten in der Mitte Europas in diesem Ausmaß für undenkbar hielt", so VÖZ-Präsident Thomas Kralinger. "Heute wissen nicht nur Medienmacher, sondern auch viele Bürger und Politiker, dass es unverzichtbar ist, für die Pressefreiheit Tag für Tag einzustehen. Zudem zeigen aktuell die Cyberangriffe auf den französischen Fernsehsender TV5 und die belgische Mediengruppe Rossel, dass sich für Medien ganz neue Bedrohungsszenarien auftun." (APA, 20.4.2015)

  • Das Sujet wurde von der Wiener Agentur Lowe GGK realisiert.

    Das Sujet wurde von der Wiener Agentur Lowe GGK realisiert.

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