Marktforscher stellt künftige Relevanz von PlayStation und Xbox in Frage

20. April 2015, 13:22
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DFC Intelligence prognostiziert massiven Aufschwung von Mobile-Games bis 2019

Das Marktforschungsunternehmen DFC Intelligence erwartet bis 2019 einen starken Wandel im Videospielmarkt. Innerhalb der nächsten vier Jahre soll die Industrie auf einen Jahresumsatz von 100 Milliarden Dollar heranwachsen, was in erster Linie auf den Aufschwung des Mobile-Gaming-Geschäfts zurückzuführen sei. Traditionelle Konsolen wie sie von Sony, Microsoft und Nintendo hergestellt werden, würden hingegen deutlich an Bedeutung verlieren. "Die große Frage wird 2019 sein, ob Sony und Microsoft noch relevant sein werden im Gaming-Bereich", so Analyst David Cole gegenüber Gameindustry.

bild: dfc intelligence

Xbox bleibt hinten

Das Problem sei einerseits, dass sich die neuen Konsolen entgegen vorangegangener Prognosen teilweise nicht besser als ihre Vorgänger verkaufen und andererseits die gesamte Installationsbasis nicht vergrößern können.

"Wir haben unsere Prognose für Xbox One und Wii U leicht gesenkt. Wir erwarten, dass die PlayStation 4 die bestverkaufte Konsole bleiben wird – mit Nordamerika als einzig kompetitivem Markt. Zuvor dachten wir, dass die Xbox One sich besser als die Xbox 360 verkaufen könne, aber daran glauben wir nicht mehr", sagt Cole.

PS2 uneinholbar?

Im Vorfeld des Xbox-One-Starts wurden aus Industriekreisen noch Stimmen laut, wonach die neuen Konsolen ein Zielpublikum von einer Milliarde Kunden haben könnten. Damit habe man die Erwartungen jedoch viel zu hoch gesteckt. "Sie haben wirklich unrealistische Ziele für ihre Systeme gesetzt, und das Problem ist, dass sie trotz eines wachsenden Videospielmarktes ihre Basis im Verhältnis nicht vergrößern können. Die PlayStation 2 war die bestverkaufte Konsole aller Zeiten, und wir glauben nicht, dass die PS4 sie schlagen kann, auch wenn der Gesamtmarkt bedeutend gewachsen ist." (zw, 20.4.2015)

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    foto: ap photo/jae c. hong
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