Todesopfer nach Erdbeben in Ostasien

20. April 2015, 11:54
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Behörden warnten vor Nachbeben

Tokio/Taipeh - Ein Erdbeben der Stärke 6,8 hat am Montag das südjapanische Urlaubsparadies Okinawa sowie das benachbarte Taiwan erschüttert. Während es in Japan weder Berichte über Schäden noch über Verletzte gab, meldeten Medien einen Toten in Taiwan.

Eine für die südjapanischen Inseln Miyakojima und Yaeyama ausgegebene Warnung vor einem bis zu einem Meter hohen Tsunami wurde am Mittag (Ortszeit) wieder aufgehoben. Keine der Inseln wurde von einer Flutwelle getroffen. Das Zentrum des Bebens von 10.43 Uhr Ortszeit habe vor der zu Okinawa gehörenden Insel Yonaguni gelegen, berichtete die nationale Meteorologische Behörde in Tokio. In den kommenden Tagen könne es in der Region zu Nachbeben kommen.

Explosion in Taipeh

Das Erdbeben erschütterte auch das 500 Kilometer entfernte Taiwan. In der Stadt New Taipeh City habe das Beben die Explosion eines Stromtransformator ausgelöst, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die lokalen Behörden. Dadurch sei ein Wohngebäude in Brand geraten. Zwei Männer wurden ins Krankenhaus gebracht. Einer von ihnen erlag seinen Verletzungen.

Japan ist eines der am stärksten von Erdbeben gefährdeten Länder der Welt. Auch in Taiwan kommt es häufig zu Erschütterungen. Die meisten sind jedoch nicht so stark und verursachen meist nur kleine Schäden. Allerdings kamen 1999 bei einem Beben der Stärke 7,6 in Zentraltaiwan rund 2.300 Menschen ums Leben. In Japan hatte am 11. März 2011 ein schweres Erdbeben der Stärke 9,0 und ein gewaltiger Tsunami den Nordosten der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt verwüstet. Rund 18.500 Menschen starben, im Atomkraftwerk Fukushima kam es zu einem Gau. (APA/dpa, 20.4.2015)

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