Wirtschaftskorridor Pakistan–China geplant

20. April 2015, 10:52
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Der Wirtschaftskorridor soll den südpakistanischen Hafen Gwadar am Arabischen Meer mit der westchinesischen Region Xinjiang verbinden

Islamabad - China will mit milliardenschweren Investitionen in Pakistan den Aufbau einer neuen Seidenstraße vorantreiben. Der chinesische Präsident Xi Jinping reiste am Montag in das Nachbarland, um dort gemeinsame Projekte im Umfang von 46 Milliarden Dollar zu starten. Diese Summe geht weit über die Ausgaben der USA in Pakistan hinaus und unterstreicht die Ambitionen Chinas in der Region. Mit der neuen Seidenstraße ist der Ausbau von Land- und Seeverbindungen zu den Märkten des Nahen Ostens und Europas gemeint.

Mit Pakistan will China einen Wirtschaftskorridor schaffen, der den südpakistanische Hafen Gwadar am Arabischen Meer mit der westchinesischen Region Xinjiang verbindet. Pakistan habe für China eine zentrale Bedeutung und diese Beziehung müsse Erfolg haben, sagte der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im pakistanischen Parlament, Mushahid Hussain Sayed.

Die Frage der Sicherheit spielt für China dabei eine wichtige Rolle, denn der Korridor mit einem Netz aus Straßen, Schienen und Leitungen soll durch die pakistanische Unruheprovinz Baluchistan führen, einer Hochburg von Separatisten, gegen die die Armee gewaltsam vorgeht. Xi unterstrich, dass sich die Kooperationen in den Bereichen Wirtschaft und Sicherheit gegenseitig bedingen. Sie müssten gleichzeitig vorangebracht werden. (Reuters, 20.4.2015)

  • Ein Polizist vor Porträts von Pakistans Präsident Mamnoon Hussain, Chinas Präsident Xi Jinping und Pakistans Premierminister Nawaz Sharif.
    foto: reuters/faisal mahmood

    Ein Polizist vor Porträts von Pakistans Präsident Mamnoon Hussain, Chinas Präsident Xi Jinping und Pakistans Premierminister Nawaz Sharif.

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