90.000 Menschen fliehen in Provinz Anbar vor IS

19. April 2015, 12:56
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Der IS hat vergangene Woche in der Provinz Anbar Geländegewinne erzielt

Erbil - In der westirakischen Provinz Anbar sind nach UN-Angaben über 90.000 Menschen auf der Flucht vor der radikalislamischen Miliz Islamischer Staat (IS). IS-Kämpfer hätten die Provinzhauptstadt Ramadi eingekesselt. Die UN versuchten, die Flüchtenden mit Wasser, Nahrungsmitteln und Zelten zu versorgen, sagte die UN-Koordinatorin für humanitäre Hilfe im Irak, Lise Grande, am Sonntag.

Die irakischen Streitkräfte ziehen nach Angaben von Regierungsvertretern derzeit am östlichen Stadtrand von Ramadi Truppen für eine Offensive gegen den IS zusammen. Die Regierung habe Verstärkung geschickt. Lokalpolitiker hatten vergangene Woche gewarnt, Ramadi stehe vor der Einnahme durch den IS.

Die Islamisten, die weite Teile des Irak und Syriens unter ihre Kontrolle gebracht und dort ein Kalifat ausgerufen haben, hatten vergangene Woche in der Provinz Anbar Geländegewinne erzielt. Seit Januar 2014 sind im Irak mindestens 2,7 Millionen Menschen vor dem IS und den Kämpfen mit den Regierungstruppen geflüchtet, rund 400.000 davon in der Provinz Anbar. (APA, 19.4.2015)

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