Irans Revolutionsgarde will keine Militäranlagen untersuchen lassen

19. April 2015, 09:58
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"Gleichzusetzen mit der Besetzung eines Landes"

Teheran - Der Iran wird, wenn es nach seinen Revolutionsgarden geht, im Zuge der Atomverhandlungen keine Inspektionen seiner Militäranlagen erlauben. "Eine Besichtigung von Militäranlagen durch ausländische Inspektoren ist gleichzusetzen mit der Besetzung eines Landes", sagte Hossein Salami, stellvertretender Kommandant der Revolutionsgarden, laut Nachrichtenagentur Isna am Sonntag.

Das iranische Atomteam sollte demnach bei den Verhandlungen nicht erlauben, dass dieses Thema überhaupt angesprochen wird. "Der Iran wird weder ein Paradies für Spione sein, noch werden wir den Feinden den roten Teppich ausrollen", sagte der General.

Die fünf UNO-Vetomächte sowie Deutschland wollen in einem für Ende Juni geplanten Abkommen sicherstellen, dass der Iran nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Für das geplante Abkommen soll der Iran angeblich bereit sein, das Zusatzprotokoll der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) wieder aufzunehmen. Dementsprechend soll Teheran den IAEA-Inspektoren auch bedingt Zugang zu militärischen Anlagen gewähren, wo westlichen Geheimdienstberichten zufolge in der Vergangenheit Atomtests durchgeführt worden sind. (APA, 19.4.2015)

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