Landtagswahlen: Nur zwei Frauen unter 14 Spitzenkandidaten

19. April 2015, 09:54
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Grüne im Burgenland und KPÖ in der Steiermark unter weiblicher Führung

Wien/Eisenstadt/Graz - Die Landtagswahlen im Burgenland und in der Steiermark können nicht gerade als Paradebeispiel für mehr Frauen in Führungspositionen dienen: Nur eine der sieben Parteien, die jeweils antreten wollen, setzt in der Wahlauseinandersetzung auf eine Frau als Nummer eins. Regina Petrik für die Grünen im Burgenland und Claudia Klimt-Weithaler für die steirische KPÖ sind die beiden Spitzenkandidatinnen.

Die Spitzenkandidatinnen-Quote beläuft sich damit in beiden Ländern auf nicht einmal 15 Prozent - wobei sich ab Platz 2 auf den Wahlkreis- und Landeslisten der meisten Parteien dann doch recht viele Frauen finden.

Deutlich jünger sind - im Schnitt - die sieben steirischen Spitzenkandidaten von SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grünen, KPÖ, Neos und Team Stronach. Sie kommen auf einen Durchschnitt von 49 Jahren - mit dem 38-jährigen FPÖ-Mann Mario Kunasek als jüngstem und dem 63-jährigen VP-Chef Hermann Schützenhöfer als ältestem Frontmann.

55 Jahre ist das Durchschnittsalter der Burgenland-Listenersten von SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grünen, LBL, Neos und CPÖ. Der jüngste ist Christian Schreiter von den Neos mit 42 Jahren, der älteste LH Hans Niessl (SPÖ) mit 63.

Neue Gesichter nur bei Opposition

Neue Gesichter an der Spitze bietet in beiden Ländern nur die Opposition, nachdem in der Steiermark Franz Voves (SPÖ) und Hermann Schützenhöfer (ÖVP) beschlossen haben, sich am 31. Mai persönlich dem Urteil über ihre "Reformpartnerschaft" zu stellen. Voves (seit dem Machtwechsel 2005 Landeshauptmann) führt die SPÖ zum dritten, Schützenhöfer (seit 2005 Landeshauptmannstellvertreter) die ÖVP zum zweiten Mal in die Wahl.

Noch längere Erfahrung an der Spitze haben die Burgenland-Kollegen: Hans Niessl ist dort seit 2000 Landeshauptmann und zum vierten Mal Spitzenkandidat der SPÖ, Franz Steindl seit 2000 Landeshauptmannstellvertreter und zum dritten Mal ÖVP-Frontmann. Altbekannt ist den burgenländischen Wählern auch der blaue Spitzenkandidat: Johann Tschürtz, seit Jänner 2005 Landesparteichef, führt die FPÖ auch schon zum dritten Mal in die Landtagswahl.

In der Steiermark setzt die FPÖ auf ein neues Zugpferd - den Nationalratsabgeordneten Mario Kunasek, der Gerhard Kurzmann auch als Landesparteichef nachfolgen wird. Schon ihre zweite Wahl schlägt Claudia Klimt-Weithaler, die 2005 den "legendären" Ernest Kaltenegger ablöste. Im Burgenland tritt Manfred Kölly auch nach dem Bündnis mit dem Team Stronach wieder als LBL-Spitzenkandidat an.

Für die beiden Grünen Listenersten ist es ihre Premiere: Regina Petrik löste Michel Reimon - mittlerweile EU-Parlamentarier - 2012 als burgenländische Landessprecherin ab. In der Steiermark setzte sich im Vorjahr Lambert Schönleitner gegen Klubobfrau Sabine Jungwirth als Nachfolger Werner Koglers als Parteichef durch. (APA, 19.4.2015)

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