Waffengefechte in mexikanischer Stadt Reynosa

18. April 2015, 08:29
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Behörden vermuten Machtkampf innerhalb von Drogenkartell

Mexiko-Stadt - Die mexikanische Großstadt Reynosa an der Grenze zum US-Bundesstaat Texas ist am Freitag von Waffengefechten erschüttert worden. Die Staatsanwaltschaft des Bundesstaats Tamaulipas, in dem die 610.000-Einwohner-Stadt liegt, teilte mit, sie gehe von einem Machtkampf innerhalb des Golf-Drogenkartells aus. Ob es Tote oder Verletzte gebe, sei unklar, weil die betroffenen Gegenden nicht zugänglich seien.

Auf mehreren Straßen wurden demnach Fahrzeuge, darunter ein Schulbus, in Brand gesetzt, um den Zugang zu versperren. Die Gefechte begannen den Angaben zufolge am frühen Nachmittag. Die Stadtverwaltung gab eine Warnung für bestimmte Stadtviertel heraus, während das zuständige US-Konsulat in der Stadt Matamoros US-Bürger in Reynosa zu "äußerster Vorsicht" aufrief. Die örtliche Tageszeitung "El Manana" berichtete, zwei Grenzübergänge zu den USA seien zeitweilig geschlossen worden.

In Reynosa, dessen Nachbarstadt in Texas McAllen ist, kämpfen die Behörden seit langem gegen das Golf-Kartell. In den vergangenen Jahren wurden mehrere Anführer der Drogenbande festgenommen. Neben Rivalitäten innerhalb des Kartells schwelt auch ein Konflikt mit der früher verbündeten Bande Los Zetas um die Vorherrschaft auf dem Drogenmarkt von Tamaulipas. (APA, 18.4.2015)

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