Caps bei Zuschauern Nummer eins

16. April 2015, 17:36
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KAC auf Platz zwei vor Linz, Red Bull nicht unter besten fünf - Wiener verlängern mit Boni, Foucault geht

Wien - Wenn es schon nicht mit dem Titel geklappt hat, so können sich die im Finale an RB Salzburg gescheiterten Vienna Capitals zumindest über eine starke Zuschauerbilanz freuen. In der abgelaufenen Saison waren die Capitals in puncto Besuchern die Nummer eins. Zu den Heimspielen des unterlegenen Finalisten kamen durchschnittlich 4.811 Zuschauer, das gab die Liga am Donnerstag bekannt.

Auf Platz zwei folgt Rekordmeister KAC, der in der Klagenfurter Stadthalle durchschnittlich 4.774 Fans begrüßen durfte. Platz drei nehmen die Black Wings Linz mit 4.587 ein. Meister Red Bull Salzburg kam mit durchschnittlich 2.482 Zuschauern auf Platz sechs.

Boni verlängert um ein Jahr

Die wichtigste Personalentscheidung bei den Caps ist schon vor zehn Tagen per Handschlag zwischen Capitals-Präsident Schmid und Trainer Jim Boni besiegelt worden. Am Mittwoch wurde offiziell mitgeteilt, dass der Italo-Kanadier für ein Jahr verlängert hat.

Unter dem Meistermacher von 2005, der Ende Februar Tom Pokel nachgefolgt war, hatten sich die Capitals aus dem Tief und bis ins Finale gekämpft. "Es war eine sehr erfolgreiche und erfreuliche Saison, wenn man die Umstände betrachtet. Wir haben ein Comeback geschafft, das niemand erwartet hat", sagte Schmid.

Boni, der diese Saison eigentlich eine Pause hatte einlegen wollen, war froh, dass er den Schritt zurück nach Wien gemacht hat. Nach dem Finale seien die Gefühle gemischt, gestand er. "Als ich gekommen bin und man hätte mir gesagt, dass wir im Finale verlieren, hätte ich es gleich genommen. Der Vize-Meistertitel ist nicht schlecht, es ist keine Schande, dieses Finale zu verlieren. Salzburg hat verdient gewonnen, sie waren immer frischer, aber wir haben lange mitgehalten", so sein Resümee.

Zwei Zugänge, ein Abgang

Wie sein Kader in der nächsten Saison ausschauen wird, ist noch offen. General Manager Franz Kalla gab am Mittwoch aber bekannt, dass Kris Foucault, wie bereits länger kolportiert, in der Schweiz unterschrieben hat. Als Neuzugänge stehen vorerst Verteidiger Klemen Pretnar (VSV) und Center MacGregor Sharp (Schwenningen) fest.

Nicht zufrieden, und das sicherlich zu Recht, waren die Wiener mit den Schiedsrichterleistungen im Finale. "Das Niveau der Schiedsrichter hält nicht Schritt mit dem Niveau der Liga", erklärte Schmid, der davon sprach, dass es von "zwei Namen seit Jahren eine Tendenz gegen uns gibt". Der Caps-Boss sieht es etwa auch als "Instinktlosigkeit", dass ein Schiedsrichter eine Capitals-Partie gegen Fehervar geleitet hat, der sieben Jahre für Fehervar gespielt hatte.

Schmid schlug vor, dass jeder Verein künftig einen Schiedsrichter ablehnen darf und dass künftig im Halbfinale und Finale auch ausländische Schiedsrichter eingesetzt werden sollen.

Ligaaufstockung ein Thema

Die Liga könnte in der kommenden Saison ebenfalls ein bisschen anderes Gesicht haben und von 12 auf 14 Teilnehmer aufgestockt werden. Medveszak Zagreb, seit 2013 in der russischen KHL engagiert, hat Interesse an einer Rückkehr signalisiert. Auch Slovan Bratislava möchte die KHL verlassen und in der EBEL mitspielen, trifft aber auf heftigen Widerstand seitens des slowakischen Verbands. (APA, red, 16.4.2015)

Zuschauerschnitt/Heimspiele:

1. Vienna Capitals 4.811 / 35
2. KAC 4.774 / 32
3. Black Wings Linz 4.587 / 32
4. VSV 3.499 / 30
5. Fehervar 3.267 / 30
6. Red Bull Salzburg 2.482 / 33
7. Znojmo 2.791 / 29
8. HCB Südtirol 2.250 / 31
9. Graz 99ers 2.559 / 27
10. Dornbirner EC 2.552 / 27
11. HC Innsbruck 1.789 / 27
12. Olimpija Ljubljana 991 / 27

  • Gekommen um zu bleiben: Jim Boni.
    foto: apa/herbert neubauer

    Gekommen um zu bleiben: Jim Boni.

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