Gewinnsprung: Citigroup schüttelte Altlasten ab

16. April 2015, 15:44
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Kosten für Rechtsstreitigkeiten und Konzernumbau gesunken

New York - Für die Citigroup zahlt sich die jüngste Schrumpfkur aus. Die gemessen an der Bilanzsumme drittgrößte US-Bank gab am Donnerstag einen Gewinnsprung von 16 Prozent auf 4,82 Mrd. Dollar (4,56 Mrd. Euro) im abgelaufenen Quartal bekannt. Sie profitierte insbesondere davon, dass die Kosten für Rechtsstreitigkeiten und den Konzernumbau auf 403 Mio. Dollar gedrückt wurden.

Vor Jahresfrist hatten sich diese Belastungen noch auf 1,16 Mrd. Dollar summiert. Wie andere Banken hatte Citigroup mit kostspieligen juristischen Problemen zu kämpfen, die noch aus der Finanzkrise herrühren. Unter anderem ging es um fragwürdige Hypothekengeschäfte und um Handelsskandale.

An der Wall Street reagierten die Anleger erfreut auf das Vierteljahresergebnis, das über den Markterwartungen lag. Die Citigroup-Aktie legte im vorbörslichen US-Handel zwei Prozent zu.

"Während in einigen Geschäften die Einnahmen unter Druck standen, steigerten wir das Kredit- und das Einlagenvolumen in unseren Kerngeschäften", erklärte Konzernchef Mike Corbat. Einen Dämpfer gab es insbesondere im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren, der um 11 Prozent auf 3,48 Mrd. Dollar einbrach. Dagegen hatten die Rivalen Goldman Sachs und JPMorgan Chase im vergangenen Quartal höhere Erlöse aus dem Anleihen- und Devisenhandel erzielt.

Corbat hat kräftig an der Sparschraube gedreht und die Großbank zurückgestutzt. Das Filialnetz wurde in den USA ausgedünnt und in anderen Märkten komplett verkauft. Zudem trennte sich Citigroup von Bereichen, die nicht zum Kerngeschäft zählen. Corbats Ziel ist es, mehr Geld an die Aktionäre auszuschütten. Im März hatte die US-Notenbank seine Pläne für Dividendenerhöhungen und Aktienrückkäufe gebilligt. (APA, 16.4.2015)

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