Landeshypos: OeNB erwartet weitere Heta-Abschreibungen

16. April 2015, 15:04
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Nachdem Hypo Alpe Adria weg ist, drehten Branchenergebnisse 2014 in Summe in Gewinn - Österreichische Banken kamen addiert auf 1,4 Milliarden Euro Jahresüberschuss

Wien – In der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) wird erwartet, dass bei den Landeshypos im Zusammenhang mit dem Zahlungsstopp bei der Hypo-Alpe-Adria-Bad-Bank Heta für das Jahr 2014 zusätzliche Wertberichtigungen anfallen. Das könnte die zuvor erhobenen Ergebniszahlen der Kreditwirtschaft im Land für 2014 noch drücken.

Trotzdem geht die Notenbank davon aus, dass das konsolidierte Jahresergebnis der österreichischen Kreditinstitute "auch nach Berücksichtigung etwaiger zusätzlicher Wertberichtigungen seitens der Landeshypothekenbanken positiv sein wird", heißt es in einer Mitteilung zur Ertragsstatistik 2014.

Krisenbank aus Statistik heraußen

In der Notenbankstatistik für 2014 sind die österreichischen Banken nach bisherigem Meldestand in Summe mit einem Nettogewinn von 1,4 Milliarden Euro ausgestiegen. Zum Vergleich: 2013 stand in dieser Statistik ein konsolidierter Branchenverlust von 1,04 Milliarden Euro. Der lag hauptsächlich an der Hypo Alpe Adria, die für 2013 rund 1,9 Milliarden Euro Verlust gemeldet hatte. Diese notverstaatlichte Krisenbank ist nun, weil Bad Bank, aus der Bankenstatistik heraußen.

2013 hatte auch die Bank Austria die Statistik nach unten gezogen: Nach drastischen Firmenwertabschreibungen im Osten hatte die Unicredit-Tochter damals rund 1,6 Milliarden Euro Verlust geschrieben. Nach diesem Bilanzputz hat die Bank Austria ihre Ergebnisse 2014 deutlich verbessert, da schloss die Bilanz mit einem Nettogewinn (Jahresüberschuss nach Steuern) von 1,38 Milliarden Euro. Sie hat damit als Großbank die Statistik 2014 nach oben gezogen.

Weniger Personal

Von zwei anderen Großbanken blieben 2014 hingegen positive Ergebnisbeträge aus, im Gegenteil: Die börsennotierte Erste Group hat nach milliardenschweren Abschreibungen vor allem in Rumänien und Ungarn 1,44 Milliarden Euro Konzernverlust ausgewiesen. Die ebenfalls börsennotierte Raiffeisen Bank International (RBI) verlor unterm Strich 493 Millionen Euro, belastet hauptsächlich in der Ukraine und in Ungarn.

Weitere Zahlen aus der Bankenstatistik: 2014 hatten die österreichischen Kreditinstitute Betriebserträge (ohne Risikovorsorgen) von 28,7 Milliarden Euro, das war 2,8 Prozent weniger als 2013. Dabei sank der Handelserfolg um 36,1 Prozent. Dem entgegen wirkte das Nettozinsergebnis, das im Jahr 2014 verglichen mit dem Jahr 2013 etwas besser ausfiel. Auch das Provisionsgeschäft fiel etwas besser aus. Trotz der geringeren Betriebserträge stieg das konsolidierte Betriebsergebnis (ohne Risikovorsorge) um 16,8 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro. Gesunken sind vor allem die Personalaufwendungen. (APA, 16.4.2015)

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