Sharp vor Einigung mit Banken über Rettungsplan

16. April 2015, 11:41
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Elektronikkonzern müsste 5.000 Stellen streichen und TV-Geschäft in Nordamerika zurückfahren - Auch Verkauf der Konzernzentrale in Osaka erwogen

Der verlustreiche japanische Elektronikkonzern Sharp steht einem Insider zufolge vor einer Einigung mit seinen Banken über einen milliardenschweren Rettungsplan. Sharp will am Donnerstag seine Hauptgeldgeber, Mizuho Bank und Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ, treffen, um einen 1,7 Mrd. Dollar (1,6 Mrd. Euro) schweren Rettungsplan zu fixieren, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person.

Verkauf der Konzernzentrale in Osaka erwogen

Dafür müsse Sharp 5.000 Stellen streichen und sein TV-Geschäft in Nordamerika zurückfahren. Auch der Verkauf der Konzernzentrale in Osaka erwogen, berichtete laut dpa die gewöhnlich gut informierte Wirtschaftszeitung "Nikkei" am Donnerstag. Zudem sei es wahrscheinlich, dass Sharp einer Abtrennung seines LCD-Bereichs zustimme, sagte der Insider.

2012 musste der Konzern, der in vielen Geschäftsbereichen tätig ist und Produkte vom Solarmodul über Taschenrechner und LED-Lampen bis hin zu Fernsehern und Smartphone-Displays herstellt, mit rund 3 Mrd. Dollar das erste Mal vor dem Aus gerettet werden. Damals wurden 5.000 Stellen gestrichen und Sharp stieg aus dem europäischen Fernseher-Geschäft sowie dem Verkauf von Solarmodulen in Europa und den USA aus. Nun benötigt der Konzern erneut dringend frisches Geld für die Restrukturierung. Hauptproblem ist Analysten zufolge, dass Sharp seine LCD-Fabriken mit fast voller Kapazität laufen lässt, obwohl dies die Nachfrage nicht hergibt. (APA, 16.4. 2015)

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