Analysten rechnen mit höherer Inflation für 2016

16. April 2015, 11:07
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Die Wirtschaftsleistung in der Eurozone soll heuer um 1,4 statt 1,1 Prozent anziehen, 2016 um 1,7 Prozent

Frankfurt - Experten rechnen noch einige Zeit mit einer Phase niedriger Inflation und eher bescheidenem Wachstum in der Eurozone. Erst langfristig wird sich die Inflationsrate mit 1,8 Prozent wieder der Zielmarke der Währungshüter von knapp unter zwei Prozent annähern, geht aus der am Donnerstag von der Europäischen Zentralbank (EZB) publizierten Umfrage unter Profi-Beobachtern ihrer Geldpolitik hervor.

Für dieses Jahr senkten die Experten ihre Inflationsprognose wegen des schwachen Ölpreises auf 0,1 Prozent. Noch im Jänner war für 2015 eine Teuerungsrate von 0,3 Prozent erwartet worden.

Für die Jahre 2016 und 2017 rechnen die Experten hingegen wieder mit einer stärkeren Inflation. Als Gründe wurden die Geldpolitik der EZB sowie die Kursentwicklung des Euro genannt. Die Beobachter rechnen für 2016 mit einem Wert von 1,2 (bisher 1,1) Prozent und für 2017 mit 1,6 (1,5) Prozent.

Die Experten hoben zudem ihre Prognosen für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) an. Die Wirtschaftsleistung soll in diesem Jahr nun um 1,4 (bisher 1,1) Prozent anziehen, 2016 um 1,7 (1,5) Prozent und 2017 um 1,8 (1,7) Prozent.

Die EZB befragt vierteljährlich professionelle Beobachter ihrer Geldpolitik. Die Umfrage dient dem Abgleich der Sicht der Zentralbank mit der Einschätzung der Akteure am Finanzmarkt. (APA, 16.4.2015)

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