Dividenden einstreichen und auszahlen lassen

16. April 2015, 10:14
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Dow Jones Germany Select Dividend 20 Distributing-Index

Frühlingszeit ist Dividendenzeit: Alleine die DAX-Konzerne schütten dieses Jahr knapp 30 Milliarden Euro aus – soviel wie nie zuvor. Den Spitzenplatz belegt in 2015 die Allianz, die mehr als drei Milliarden Euro und damit 30 Prozent mehr als im Vorjahr an ihre Aktionäre auszahlt. Anleger, die von dem Geldregen profitieren möchten, stehen vor einer großen Auswahl an Strategie- und Indexzertifikaten.

Etliche Indizes bilden zwar die Kursentwicklung dividendenstarker Titel ab; doch muss man hier genau hinsehen, bevor man sich reichrechnet: So werden etwa zwei Varianten des DivDAX berechnet. Wer hier versehentlich zur Preisindex-Struktur greift, partizipiert lediglich an der Kursentwicklung der Dividendenstars, nicht an deren Ausschüttungen. Diese "verschwinden" nämlich am Tag der Ausschüttung (ex Dividende-Notierung) aus dem Aktienkurs und sorgen somit eher für Abschläge im Index. Nur in der Variante des Performance-Index wird eine Ausschüttung am ex-Tag in Bruchteile der Aktie reinvestiert. Mit einem Open End-Zertifikat auf den Dow Jones Germany Select Dividend 20 Distributing-Index (EUR) geht die HVB einen anderen, bisher einzigartigen Weg: Hier erhalten die Anleger zwei Ausschüttungen der angesammelten Dividenden pro Jahr.

20 Top-Dividendenzahler aus Deutschland

Der Dow Jones Germany Select Dividend 20 Distributing-Index (EUR) vereint zehn ausschüttungsfreudige Unternehmen aus dem DAX (Allianz, BASF, BMW, Deutsche Börse, Deutsche Post, Deutsche Telekom, EON, Münchner Rück, RWE, Siemens), sieben aus dem MDAX (Bilfinger, Deutsche Euroshop, FuchsPetrolub Vz., Hannover Rück, Pro SiebenSat1 Media, Springer, Südzucker) und drei weitere Dividendenperlen (Drillisch, Freenet, Pfeiffer Vacuum). Bei der Auswahl spielt nicht nur die absolute Dividendenrendite eine Rolle – diese kann nämlich bei kollabiertem Aktienkurs auf den ersten Blick ansprechend ausfallen – sondern auch die Konstanz der Dividendenzahlungen (so hat etwa BASF hat die Dividende in den letzten 20 Jahren nie gekürzt). Das Open End-Indexzertifikat der HVB bildet unter der ISIN DE000HV5JPD7 den Index mit dem Bezugsverhältnis 0,1 oder 1/10 ab. Positiv: Eine Managementgebühr fällt nicht an.

ZertifikateReport-Fazit: Das HVB-Zertifikat eignet sich für Anleger, die auf 20 dividendenstarke deutsche Unternehmen setzen und zweimal jährlich von deren Ausschüttungen profitieren möchten. In Zeiten von null Zinsen auf Anleihen und Termingelder eine erfreuliche Alternative für ausschüttungsaffine, mittelfristig orientierte Anleger, die das gut diversifizierte Aktienrisiko nicht scheuen.

Thorsten Welgen ist Mitarbeiter des ZertifikateReports und HebelprodukteReports. Die kostenlosen PDF-Newsletter erscheinen wöchentlich.

Weitere Infos: www.zertifikatereport.de und www.hebelprodukte.de.

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