Vatikan plant strengere Regeln gegen Vertuschung von Missbrauch

16. April 2015, 07:41
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Beraterstab von Papst Franziskus: Bisherige Regeln nicht klar genug

Vatikanstadt - Der Vatikan bereitet strengere Regeln für den Umgang mit hochrangigen Kirchenvertretern um, die Kindesmissbrauch durch Priester vertuschen. Papst Franziskus diskutierte das Thema am Mittwoch mit den Kardinälen in seinem Beraterstab, wie Vatikansprecher Federico Lombardi mitteilte. Die Kardinäle hätten beanstandet, dass die bisherigen Regeln für solche Fälle "nicht ausreichend klar" seien.

Opferverbände werfen dem Vatikan vor, nicht genügend gegen Bischöfe und andere hochrangige Kirchenvertreter zu unternehmen, die Kindesmissbrauch durch Geistliche ignorieren. So wurden Priester, die sich an Minderjährigen vergangen hatten, einfach nur in andere Gegenden oder auf andere Posten versetzt.

Innerhalb der Kirche wird derzeit auch über die Ernennung des Chilenen Juan de la Cruz Barros zum Bischof diskutiert. Ihm wird vorgeworfen, seine schützende Hand über einen pädophilen Priester gehalten zu haben. Ein vom Beraterstab des Papstes eingesetzter Ausschuss rief Franziskus auf, die Ernennung zurückzunehmen. Der Vatikan hatte bisher erklärt, dafür gebe es keinen Grund. (APA, 16.4.2015)

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