"Zu Ende ist alles erst am Schluss": Liebe, Tod und Zukunft

15. April 2015, 16:59
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Der Schauspieler Jean-Paul Rouve hat David Foenkinos' Roman verfilmt

Wer sich im Leben nicht mehr zurechtfindet, weil er soeben in die Rente geschickt wurde und von seiner Frau die Scheidung in Aussicht gestellt bekommen hat, sollte sich an anderen ein Beispiel nehmen. Nicht an seinen beiden Brüdern, die genauso weltfremd in der Gegend herumstehen, sondern an seiner Mutter und an seinem Sohn.

Michel (Michel Blanc) benötigt für diese Erkenntnis eine gewisse Zeit, die wiederum exakt der Länge von Zu Ende ist alles erst am Schluss (Les souvenirs) entspricht. Während Oma Madeleine (Annie Cordy) und Enkerl Romain (Mathieu Spinosi) der Zukunft - also dem Tod und der Liebe - gelassen entgegenblicken, fehlt Nervenbündel Michel der nötige Weitblick allerorten.

Der Schauspieler Jean-Paul Rouve legt seine Verfilmung des nicht unbedingt progressiven Romans von David Foenkinos eher beschaulich an und eine vor Rührseligkeit nicht zurück schreckende Familienkomödie vor. (pek, DER STANDARD, 16.4.2015)

  • Beschauliche Komödie: Michel Blanc mit Familienanhang in "Zu Ende ist alles erst am Schluss".
    foto: filmladen

    Beschauliche Komödie: Michel Blanc mit Familienanhang in "Zu Ende ist alles erst am Schluss".


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