Facettenaugen-Kameras: Apple kauft Start-up Linx

15. April 2015, 12:37
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Technologie funktioniert ähnliche wie die Sehorgane von Instekten

Künftige Mobilgeräte von Apple könnten mit einer neuen Kameratechnologie ausgestattet werden. Der Konzern aus Cupertino hat nämlich das israelische Start-up Linx Imaging übernommen. Die 2011 gegründete Firma entwickelt ein Modul, das sich am Funktionsprinzip der Facettenaugen von Insekten orientiert.

Mehrere Sensoren

Die Linx-Kameras arbeiten mit mehreren Sensoren und Objektiven. Deren Aufnahmen werden kombiniert, was auch helfen soll, Tiefeninformatione zu erfassen und sogar 3D-Modelle von Objekten zu erzeugen, erklärt Golem. Auch die Identifizierung von Personen auf Basis biometrischer Daten zum Gesicht liegt im Bereich des Machbaren. Die beiden Gründer des Unternehmens, Ziv Attar und Andrej Tovchigrechko, waren zuvor bei Samsung und in der Rüstungsindustrie tätig.

Das Facettenprinzip soll außerdem höhere Lichtaufnahme ermöglichen und gleichzeitig weniger Rauschen erzeugen. Dazu sind die Linx-Module flacher als herkömmliche Kamera-Bausteine, was bei dünnen Geräten vorteilhaft ist. Ein Kritikpunkt der aktuellen iPhone-Generation ist nämlich die etwas aus dem Gehäuse ragende Kamera.

20 Millionen Dollar

Was man letztlich mit der Linx-Technologie zu machen gedenkt, verrät Apple freilich nicht. Der iPhone-Hersteller hat bislang nur die Übernahme bestätigt. Der Kaufpreis wird vom Wall Street Journal mit 20 Millionen Dollar überliefert. (gpi, 15.04.2015)

  • Künftige iOS-Geräte könnten mit Facettenaugen-Kameras ausgestattet werden.
    foto: linx

    Künftige iOS-Geräte könnten mit Facettenaugen-Kameras ausgestattet werden.

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