Elk verzichtet auf "Lohnverzicht"

15. April 2015, 11:58
76 Postings

Die Idee des Fertighausbauers, den Mitarbeitern einen Beitrag zur Expansion abzuverlangen, stieß auf heftigen Gegenwind. Jetzt ist sie vom Tisch

Schrems - Der vom Elk-Management gewünschte Lohnverzicht der Mitarbeiter von drei bis vier Prozent, damit in die Expansion in England investiert werden kann, hat zuletzt heftige Reaktionen ausgelöst. "Das Unternehmen will Geld von den Beschäftigten, will sie aber nicht mitreden lassen", hatte GPA-Vize Karl Proyer gepoltert. Auch die Belegschaft hatte wenig Freude mit der Idee des Fertigteilhausbauers.

Jetzt rudert Elk zurück. "Nach intensiven Gesprächen mit der Belegschaft, dem Betriebsrat und der Gewerkschaft nimmt das Unternehmen von der Möglichkeit eines Lohn- beziehungsweise Prämienverzichts der Mitarbeiter von vier Prozent Abstand", teilte der Vorstand am Mittwoch in einer Aussendung mit.

Bessere Auftragsentwicklung in Schrems

Die wirtschaftliche Entwicklung sei besser als erwartet, die Auslastung des Standorts Schrems für 2015 gewährleistet, hieß es. Die Auftragsbücher hätten sich schneller als ursprünglich gedacht gefüllt: Genehmigungen für drei Hotels wurden rascher als vorgesehen erteilt, ein Zuschlag für ein mehrgeschoßiges Wohnhaus helfe ebenfalls. Weiters habe man seit dem Beginn der öffentlichen Diskussion über den Vorschlag mehr als 100 Einfamilienhäuser verkauft.

Laut Unternehmensleitung wäre es insgesamt um einen Beitrag in der Größenordnung von 800.000 Euro gegangen, wobei Einkünfte unter 2.000 Euro brutto im Monat ebenso wenig zur Kassa gebeten werden sollten wie Tariflöhne sowie Führungskräfte, deren leistungsorientierte Gagen bereits um zehn Prozent gekürzt worden seien. (APA, red, 15.4.2015)

Share if you care.