Streit um Besitzrecht an "Schindlers Liste"

15. April 2015, 09:25
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Erste Anhörung vor Jerusalemer Bezirksgericht

Jerusalem – Wem gehört "Schindlers Liste" – einer Erbin der Familie Schindler oder doch dem Holocaust-Museum Yad Vashem? Diese Frage wird nun vor Gericht geklärt: Eine vorläufige Anhörung findet am Mittwoch vor dem Bezirksgericht in Jerusalem statt.

Der in Mähren geborene Industrielle Oskar Schindler ließ während des Zweiten Weltkriegs Listen mit Namen von mehr als 1.200 jüdischen KZ-Insassen tippen, die in seiner Metallwarenfabrik arbeiten sollten. Mit der Anforderung der Gefangenen zur Arbeit in seinem Betrieb rettete er ihnen das Leben.

Die Papiere waren in den 90er-Jahren in einem Koffer auf einem Dachboden in Hildesheim entdeckt und nach Israel zu Yad Vashem gebracht worden. Erika Rosenberg, Nachlassverwalterin und Erbin von Schindlers Frau Emilie, sagt, dies sei zu Unrecht geschehen. Rosenberg fordert die Herausgabe jener Seiten, Yad Vashem lehnt dies ab. Zunächst soll es in der Anhörung um Verfahrensfragen gehen. (APA, 15.4.2015)

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