Familie in Vietnam attackierte Polizei bei Zwangsräumung mit Säure

15. April 2015, 09:02
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Land wird für Dammbau gebraucht

Ho-Chi-Minh-Stadt - Mit Messern und Säure hat sich eine Familie in Vietnam gegen die Zwangsvertreibung von ihrem Land gewehrt. 20 Polizisten seien verletzt worden, berichtete der Bezirksvorsitzende in Thanh An in der Nähe von Ho-Chi-Minh-Stadt am Mittwoch. Zwei Polizisten erlitten Stichverletzungen, die anderen Verätzungen. Das Land sei dennoch geräumt und acht Familienmitglieder seien festgenommen worden.

Die Familie wurde vertrieben, weil die Behörden dort einen Damm für einen Fluss bauen. Die Familie hatte per Video einen Kampf "bis zum Tod" angekündigt. "Nieder mit den Kommunisten! Sie rauben das Land des Volkes!", riefen sie darin. Nach den Gesetzen des kommunistischen Staates überlässt die Regierung das Land den Nutzern in Pacht. Im Zuge der rasanten Wirtschaftsentwicklung werden Menschen immer öfter von ihrem Land vertrieben. Zehntausende sind betroffen. Der Protest wächst.

Die Behörde habe der Familie umgerechnet 13 Euro pro Quadratmeter geboten, hieß es auf der Webseite Dan Luan, die Zwangsvertreibungen dokumentiert. Neues Land in der Nähe sei ihr aber nur für mehr als 1.100 Euro pro Quadratmeter angeboten worden. (APA, 15.4.2015)

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