Gehirn reagiert auf Psychotherapie

15. April 2015, 08:58
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Depressionen lösen neurobiologische Effekte aus - zeigt eine Studie der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

"Das menschliche Gehirn reagiert auf eine Depression. Insbesondere in der Amygdala, im Striatum und in anderen limbischen Regionen treten typischerweise Hyperaktivitäten auf", erklärt Svenja Taubner vom Institut für Psychologie, die gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der Universitäten Lübeck, Innsbruck, Heidelberg, Ulm, Bremen, Bochum und Delmenhorst an einer Studie zu den Veränderungen im Gehirn gearbeitet hat.

"Wir wollten eruieren, ob eine Psychotherapie, in unserem Fall eine Psychodynamische Therapie, einen Effekt auf diese Gehirnaktivitäten hat", sagt sie. Die Forscherinnen und Forscher haben dazu 18 Patientinnen und Patienten, die unter einer wiederkehrenden Depression leiden und die nicht medikamentös behandelt werden, zu zwei Zeitpunkten untersucht. Dazu gab es eine Kontrollgruppe von 17 gesunden Personen.

Was Wirkung heißt

Bei allen TeilnehmerInnen wurden individualisierte Impulse (Sätze, wie "Du würdest gerne von anderen akzeptiert werden." Oder "Deshalb tust du viel für sie.") eingesetzt, auf die die erkrankten Personen vor der Psychotherapie mit Hyperaktivitäten in bestimmten Gehirnregionen reagierten.

Nach einer achtmonatigen Behandlung durch eine Psychodynamische Psychotherapie wurden die Patientinnen und Patienten erneut untersucht. Svenja Taubner fasst die Ergebnisse zusammen: "Wir konnten zeigen, dass die Veränderungen im limbischen System, die durch individuell zugeschnittene und klinisch relevante Inhalte reflektierende Stimuli ausgelöst werden, bereits nach 8 Monaten normalisiert werden können." (red/idw, derStandard.at, 15.4.2015)

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