Möglicherweise 400 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken

14. April 2015, 21:10
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Überlebende wurden in einen italienischen Hafen gebracht

Rom – Zwei Tage nach dem Untergang eines Flüchtlingsboots vor der libyschen Küste werden im Mittelmeer nach Angaben von Überlebenden noch bis zu 400 Menschen vermisst. Die italienische Küstenwache hatte bekanntgegeben, nach dem Untergang des Bootes 144 Menschen gerettet und neun Leichen geborgen zu haben.

Die Überlebenden wurden am Dienstag in Reggio Calabria im äußerten Süden Italiens an Land gebracht und von Mitarbeitern der Internationalen Organisation für Migration (IOM) und der Nichtregierungsorganisation Save the Children befragt. "Nach ihren Aussagen sind bei einem Schiffsunglück etwa 400 Menschen ertrunken, 24 Stunden nachdem das Schiff von der libyschen Küste aufgebrochen war", hieß es in einer Erklärung von Save the Children. Unter den Opfern seien viele Jugendliche. Auch die IOM berichtete von Zeugenaussagen, wonach sich bis zu 550 Menschen auf dem Boot befanden, als es kenterte.

"Wir ermitteln noch, wie es zu dem Untergang kommen konnte", sagte der italienische IOM-Sprecher Flavio Di Giacomo. Das Schiff sei womöglich gekentert, als sich die Passagiere gleichzeitig auf eine Seite bewegten, weil sie die nahende Küstenwache bemerkten. (APA, Reuters, 14.4.2015)

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