Alles erfunden

Einserkastl14. April 2015, 17:42
37 Postings

Die Berater des Bundeskanzlers setzen auf einen Imagewandel

Der Frühling macht alles neu - und das schadet nicht, auch nicht der Politik. So denkt anscheinend auch der amtierende Bundeskanzler und hat beschlossen, sich mehr zu zeigen.

Nicht dass man jetzt schon wüsste, wann er als Zeuge im Hypo-U-Ausschuss aussagen wird (offizielle Zeugenlisten gibt es keine; das macht die Sache spannend). Aber man weiß, dass sich der leicht isolierte Kanzler "neu erfunden" hat, weil seine Berater auf Imagewandel setzen. Der Kanzler "öffne" sich, lässt uns Österreich wissen, er werde sich künftighin auch ab und an bei Treffs der Society aufhalten.

Und in der Tat war er schon bei einem Konzert von "Wolferl" Ambros und hat ihm und seiner Verlobten auch flugs eine Führung durchs Kanzleramt angedeihen lassen. Wann ein Opernbesuch ansteht und Anna Netrebko und ihr Verlobter für die Ballhausplatz-Chose dran sind, wird nicht kolportiert. Wahrscheinlich erst nach dem Vorsingen im Ausschuss.

In die Gegenrichtung geht es bei den Neos. Deren Chef, der laut Eigendefinition "sehr feurige" Matthias Strolz, musste sich zuletzt ein wenig zurückziehen. Er hat erkannt, dass Politik "ein depressiver Ort und hundeanstrengend" und er selbst ein "Energie-Überfall" ist (Österreich). Nach österlichem "E-Mail-Fasten" hat er sich aber erholt und entschieden, sein Feuer etwas zu "dosieren".

Antwort auf die Frage, was Schwarz, Grün und Blau erfinden werden, folgt. Vielleicht. (Renate Graber, DER STANDARD, 15.4.2015)

Share if you care.