O'Sullivan jagt seinen sechsten WM-Titel

14. April 2015, 13:40
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Titelverteidiger Selby will "Fluch des Crucible" besiegen

Sheffield - Die 32 besten Snooker-Spieler kämpfen von Samstag bis 4. Mai (Eurosport überträgt täglich mehrere Stunden live) im Crucible Theatre von Sheffield um den WM-Titel. Im Blickpunkt steht dabei einmal mehr Superstar Ronnie O'Sullivan, der zum bereits sechsten Mal Weltmeister werden kann. Im Vorjahr musste sich der Engländer im Finale seinem Landsmann Mark Selby mit 14:18 Frames geschlagen geben.

"Ich werde alles geben, um diesen sechsten Titel zu holen", lautet die Kampfansage von O'Sullivan, der im Vorjahr im Endspiel eine 10:5-Führung verspielte. Snooker-Experten sind der Meinung, dass sich der 39-jährige Weltranglistenzweite eigentlich nur selbst schlagen kann, nachdem er zuletzt bei seinem Finalvorstoß beim World Grand Prix in Wales laut eigener Aussage "nicht großartig" gespielt hatte und sich nun erst in Hochform befinden soll.

O'Sullivan hat in Sheffield bisher nicht nur fünf WM-Titel (2001, 2004, 2008, 2012 und 2013) erobert, sondern auch seinen Spitznamen - "The Rocket" - erhalten: Am 21. April 1997 gelang ihm im Alter von 21 Jahren bei der WM im Crucible Theatre das schnellste Maximum Break (147 Punkte) der Snooker-Geschichte. O'Sullivan benötigte damals nur 5:20 Minuten, also im Schnitt nicht einmal neun Sekunden pro Stoß, um den gesamten Tisch "abzuräumen", und sicherte sich damit einen Eintrag ins "Guinness Buch der Rekorde".

Der 31-jährige Weltranglistenerste Selby, der seine Topform jüngst mit dem Turniersieg der China Open in Peking unter Beweis gestellt hat, könnte mit einem neuerlichen WM-Triumph Geschichte schreiben und den "Fluch des Crucible" beenden. Denn bisher hat es noch kein Weltmeister geschafft, seinen ersten Titel im Folgejahr erfolgreich zu verteidigen, seitdem die WM (ab 1977) in der 980 Sitzplätze fassenden "Snooker-Kathedrale" in Sheffield ausgetragen wird.

In der ersten WM-Runde, in der die Top 16 der Weltrangliste der populären Billard-Variante gegen Qualifikanten antreten, wird "best of 19 frames" gespielt. Mit Fortdauer des WM-Turniers werden die Distanzen auf 25 (Achtel- und Viertelfinale) und 33 (Halbfinale) erhöht. Das Finale geht dann am 3. und 4. Mai - der erste Montag im Mai ist in Großbritannien Feiertag - über maximal 35 Frames. (APA, 14.4.2015)

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