ATX schließt tiefrot

17. April 2015, 17:57
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Wien - Die Wiener Börse hat die Handelswoche am Freitag mit deutlichen Abschlägen beendet. Der ATX fiel 45,43 Punkte oder 1,72 Prozent auf 2.589,56 Einheiten.

Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -1,44 Prozent, DAX/Frankfurt -2,57 Prozent, FTSE/London -1,00 Prozent und CAC-40/Paris -1,65 Prozent.

In einem äußerst schwachen europäischen Börsenumfeld verzeichnete der heimische Leitindex bereits am Vormittag deutliche Verluste und fand im Verlauf nicht mehr aus dem tiefroten Bereich. Während Impulse durch Konjunkturdaten weitgehend ausblieben, drückten Sorgen um eine drohende Pleite Griechenlands weiter die Stimmung an den Aktienmärkten.

Auf Unternehmensseite sorgte der Übernahmestreit zwischen CA Immo und Immofinanz einmal mehr für Gesprächsstoff. Wie in der Früh bekannt wurde, ist die CA Immo mit ihrem Angebot für 15 Prozent der Immofinanz-Aktien gescheitert. Sie konnte sich nur weitere 1,57 Prozent sichern und hält damit insgesamt 6,08 Prozent. Bereits am Vortag ist bekannt geworden, dass die Immofinanz ihr geplantes Gegenangebot für bis zu 29 Prozent der CA-Immo-Aktien abgeblasen hat.

Zudem setzten sich bei der heutigen außerordentlichen Hauptversammlung der Immofinanz die "eigenen" Aufsichtsratskandidaten gegen jene der CA Immo klar durch. Im Verlauf grenzte die Immofinanz-Aktie ihre zwischenzeitlich noch deutlicheren Verluste etwas ein und ging schließlich mit einem Minus von 2,65 Prozent bei 2,75 Euro aus dem Handel. Die Papiere der CA Immo bauten ihre Verluste hingegen kontinuierlich aus und schlossen um 3,76 Prozent schwächer bei 16,50 Euro.

Deutliche Einbußen mussten zudem einige der Index-Schwergewichte hinnehmen: Die Aktien der Raiffeisen Bank International (RBI) verloren 2,63 Prozent auf 14,81 Euro. Für Papiere der Andritz ging es 2,59 Prozent auf 55,60 Euro abwärts. Titel der voestalpine verbilligten sich um 2,21 Prozent auf 37,00 Euro.

Im Spitzenfeld des prime market schlossen hingegen die Anteilsscheine der conwert mit einem Plus von 0,89 Prozent auf 11,30 Euro, nachdem sie am Vortag noch mit deutlichen Kursverlusten geschlossen hatten. Am Donnerstag war bekannt geworden, dass die deutsche Immobiliengesellschaft Deutsche Wohnen mit der geplanten Übernahme der conwert gescheitert ist. (APA, 17.4.2015)

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