Deutsche Telekom bietet doch nicht für Sloweniens Branchenprimus

14. April 2015, 08:31
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Einziges bindendes Gebot soll vom Investor Cinven kommen

Die Deutsche Telekom bietet offenbar nicht für den slowenischen Branchenprimus Telekom Slovenije. Nach Angaben des mit dem Verkauf beauftragten staatlichen Fonds SDH gibt es nur eine bindendes Offert. Den Bieter-Namen und die Höhe des Gebots nannte SDH am Montag zwar nicht. Dem Verkaufsprozess nahestehende Personen sagten aber, das Gebot komme vom Investor Cinven.

Spekulationen

Noch am Freitag hatten Insider der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, es würden bis Montag bindende Offerten von Cinven und der Deutschen Telekom erwartet. Cinven wollte sich am Montagabend nicht äußern. Von der Deutschen Telekom war zunächst keine Stellungnahme erhältlich.

Bewertung

Insidern hatten am Freitag gesagt, Cinven und Deutsche Telekom würden mit je etwa 110 Euro pro Aktie weniger bieten als Slovenje derzeit an der Börse wert sei. Grund dafür sei unter anderem eine erwartete Millionen-Strafe gegen den Konzern wegen Missbrauchs seiner Marktmacht. Zuletzt hatte die Slovenje-Aktie rund 133 Euro gekostet. Damit wurde der Konzern insgesamt mit 867 Millionen Euro bewertet. Zum Verkauf steht ein Anteil von 72,75 Prozent. Die slowenische Regierung treibt die Privatisierung von Staatsbetrieben voran, um Geld in die Kassen zu bekommen. (APA, 14.4.2015)

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