Zug als Entschädigung für indische Bauern

14. April 2015, 08:00
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Mit einer ungewöhnlichen Anordnung übt ein indisches Gericht laut einem Zeitungsbericht Druck auf die Bahn aus

Neu-Delhi - Mit einer ungewöhnlichen Anordnung übt ein indisches Gericht laut einem Zeitungsbericht Druck auf die Bahn aus: Wenn zwei Bauern nicht endlich ausstehendes Geld für ihr Land erhalten, sollen sie einen ganzen Zug als Entschädigung bekommen, wie die Zeitung "Times of India" berichtet.

Die staatliche Eisenbahn kaufte das Ackerland der beiden demnach schon vor 17 Jahren, um die Strecke zwischen Una und Amb bauen zu können. Dafür sollten die Bauern aus dem nordindischen Bundesstaat Himachal Pradesh zusammen umgerechnet rund 50.000 Euro bekommen. Doch die Bahn habe trotz mehrerer Gerichtsentscheidungen bisher nicht gezahlt.

Deswegen ordnete das Gericht in Una laut dem Zeitungsbericht vom Dienstag nun an: Wenn bis Donnerstag kein Geld gezahlt wird, soll der normalerweise ein Dutzend Waggons umfassende Janshatabdi-Express-Zug um 5 Uhr am Bahnhof in Una angehalten und beschlagnahmt werden. Der Anwalt der beiden Bauern sagte der Zeitung, er habe dem Gericht vier verschiedene Züge vorgeschlagen. "Und das Gericht hat sich für den Janshatabdi entschieden." (APA, 14.4.2015)

  • Symbolbild: Zug in Indien und Affe
    foto: ap/rajesh kumar singh

    Symbolbild: Zug in Indien und Affe

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