Wie offen darf man über die Nachteile von Elternschaft reden?

Diskussion15. April 2015, 05:30
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Eltern sein ist oft nicht einfach. Über Probleme mit der Mutterschaft zu reden wird in der Gesellschaft nicht immer gern gesehen

Sie lieben einerseits ihre Kinder, andererseits seien sie mit der Mutterschaft unglücklich: Eine aktuelle Befragung der Soziologin Orna Donath in Internetforen hat ergeben, dass die Mutterschaft nicht immer glücklich macht. Befragt wurden allerdings lediglich 28 Mütter. Nichtsdestotrotz hat diese Stichprobe zu einer regen Debatte auf Twitter geführt:

Doch auch andere Studien haben gezeigt, dass Kinder zu haben sich nicht zwingend positiv auf die Zufriedenheit der Eltern auswirkt. Vor zwei Jahren beispielsweise hat Matthias Pollmann-Schult vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung 4900 Frauen und Männern zwischen 25 und 37 Jahren befragt: demnach sind Eltern nur bis zum vierten Lebensjahr des jüngsten Kindes zufriedener als Kinderlose.

Nachteile der Elternschaft

Kinder zu haben, das bedeutet auch, sein eigenes Leben anders zu organisieren, auf Urlaube, Hobbies oder womöglich eine Karriere, die zeitintensiver ist, zu verzichten. Was sind Ihrer Meinung nach die Nachteile in der Elternschaft, die am meisten dazu führen, dass Väter oder Mütter nicht mit ihren Rollen zufrieden sind?

Kinder zu haben, das wird gesellschaftlich von vielen als das größte Glück vermittelt - gesellschaftlich wird erwartet, mit der Rolle als Elternteil zufrieden zu sein. Wie hoch ist der psychologische Druck, dass man als Mutter oder Vater in seiner Rolle durchwegs glücklich sein sollte? Welche Erfahrung haben Sie diesbezüglich gemacht und wie offen wird das Thema tatsächlich angeschnitten? (sni, derStandard.at, 15.4.2015)

  • Welche Nachteile hat es, wenn man Kinder hat?
    foto: apa/dpa-zentralbild/jens kalaene

    Welche Nachteile hat es, wenn man Kinder hat?

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