Oktopus "Rambo" fotografiert Besucher in neuseeländischem Zoo

13. April 2015, 12:09
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Meerestier erweist sich als flotter Lerner – Marketingaktion mit Sony soll Artenschutzprogramm mitfinanzieren

Vor fünf Jahren avancierte ein Krake namens Paul zum Tierstar der Fußball-WM 2010 in Südafrika. Das wenige Monate nach dem Turnier verstorbene Weichtier aus dem Sealife-Aquarium im deutschen Oberhausen sagte als "Orakel" den Ausgang aller Spiele des deutschen Nationalteams und des Finales korrekt voraus.

In Auckland schickt sich nun ein3 andere Vertreterin seiner Spezies an, ebenfalls hohen Bekanntheitsgrad zu erreichen. Im Rahmen der gemeinsam mit Sony umgesetzten Marketingaktion "The Octographer" konnte man Oktopus-Dame "Rambo" beibringen, Fotos mit einer Kompaktkamera (Modell TX30) zu schießen.

Lernfähig

Die Konstruktion ermöglicht es dem Tier, durch Druck auf den Auslöser einen Schnappschuss von den Besuchern vor seinem Becken aufzunehmen. Erstaunt hat der Vielfüßer dabei mit seiner Lernfähigkeit. Nach lediglich drei Anläufen soll "Rambo" den Dreh bereits heraus gehabt haben. Das sei "schneller als ein Hund", scherzt dazu Trainer Mark Vette gegenüber Cult of Mac. "Es ist sogar schneller, als so mancher Mensch."

sony new zealand

Tierische Copyrightfrage

Durch das fotografierende Weichtier erhofft sich der neuseeländische Meereszoo freilich mehr Besucher. Gleichzeitig fließen für jede von "Rambo" geschossene Aufnahme zwei Dollar in ein Artenschutzprogramm. Ungeklärt bleibt vorerst jedoch die Frage, wer eigentlich offiziell die Rechte an den Aufnahmen besitzt.

Ein Problem, das vor einiger Zeit durch von einem Affen aufgenommene Selfies aufgeworfen worden war. Im damaligen Fall schlug sich das US Copyright Office bei einem Streit zwischen der Wikimedia Foundation und dem Fotografen David Slaterauf die Seite Stiftung und kam dabei zu dem Schluss, dass aufgrund der Entstehungsgeschichte niemandem ein Urheberrechtsanspruch eingeräumt werden könne, da Tiere keine Rechtspersönlichkeiten seien. Ein Gerichtsurteil gibt es zu den tierischen Aufnahmen allerdings noch nicht. (gpi, 13.04.2015)

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